Nach 1:3 gegen den VC Franken behält der Klub die rote Laterne in der Bundesligatabelle.

Die nächste Bauchlandung für die Titans. Beim 1:3 gegen die Bamberger wachte das Team zu spät auf.
Die nächste Bauchlandung für die Titans. Beim 1:3 gegen die Bamberger wachte das Team zu spät auf.

Die nächste Bauchlandung für die Titans. Beim 1:3 gegen die Bamberger wachte das Team zu spät auf.

Uwe Schinkel

Die nächste Bauchlandung für die Titans. Beim 1:3 gegen die Bamberger wachte das Team zu spät auf.

Mit den Netzhoppers Königs Wusterhausen (3:2 in Düren) und den Volleys Bottrop (3:1in Bühl) holten zwei Konkurrenten der Wuppertal Titans überraschende Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga. An der kleinen Sensation durften die Titans gestern Nachmittag in der Bayer-Halle beim 1:3 gegen die favorisierten Eschenbacher Volleys Bamberg dagegen nur schnuppern.

Der Frust über die neuerliche Niederlage nach 109 Spielminuten saß bei den Titans tief. Lange nach Spielschluss trottete zum Beispiel Peter Lyck durch die Halle, in sich gekehrt, den Kopf nach unten, fertig mit sich und der Welt. Aus der Kabine drang ein derber Fluch von Spielertrainer Gergely Chowanski, der zuvor die Partie so kommentiert hatte: "Wenn zwei Sätze an einem vorbeilaufen, dann hat man es am Ende auch nicht verdient, so ein Spiel zu gewinnen."

Tatsächlich war für die Bamberger um den ehemaligen Bayer-Trainer Mark Lebedew zunächst alles nach Plan gelaufen. In den ersten beiden Sätzen gab es von den Titans keinen nennenswerten Widerstand, vor allem gegen die Angriffsschläge des Kanadiers Kristopher Brand fanden die Wuppertaler lange kein probates Mittel.

Erst beim Stande von 14:18 im dritten Satz wurden die Hausherren munter, sprang mancher Spieler über seinen Schatten. So brachte ein "Strich" von Oliver Gies die 21:20-Führung, ehe der Satz nach zwei Aufschlagfehlern der Franken etwas glücklich aber verdient an die Titans ging.

Im vierten Durchgang kamen die Zuschauer zumindest von der Dramatik und Spannung her voll auf ihre Kosten. Die Titans sahen beim Stande von 22:18 schon wie der sichere Sieger aus, gaben den Satz aber nach sechs Satzbällen doch noch mit 30:32 ab, weil Bambergs Annahme-Außen-Spieler Juan Figueroa dank seiner überragenden Sprung- und Schmetterkünste die entscheidenden Punkte machte.

1:3 (20:25, 19:25, 26:24, 30:32)

Güßgen, Krüger, Gies, Mester, Späth, Dinglinger, Chowanski, Stuhlmann, Jensen, Lyck, Munk, Zeitler

Spieldauer 109 Minuten
Zuschauer 260

Die Titans kassierten die siebte Niederlage in Folge und bleiben mit sechs Punkten Tabellenletzter. Um mit besseren Karten in die Play-Downs zu gehen, müssen die Wuppertaler in den nun folgenden drei Partien gegen die unmittelbaren Konkurrenten Bad Dürrenberg-Spergau (auswärts), Netzhoppers KW (Heimspiel) und Moerser SC (auswärts) unbedingt punkten. Dafür müsste mancher Titans-Spieler aber zunächst einmal seine Einstellung im Training verbessern. "Wer zu viele Fehler im Training macht, macht sie auch im Spiel. Sich nur am Spieltag mit Adrenalin vollpumpen hilft nicht. Sicherheit holt man sich über das Training", sagte Chowanski. Namen nannte der Spielertrainer keine.

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