Gegen den TV Rottenburg wäre wieder mehr möglich gewesen. Die Gäste siegen mit 3:0.

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Der erblondete Oliver Gies (r.) fiel mehr durch seine neue Frisur denn durch seine Leistung auf.

Der erblondete Oliver Gies (r.) fiel mehr durch seine neue Frisur denn durch seine Leistung auf.

Andreas Fischer

Der erblondete Oliver Gies (r.) fiel mehr durch seine neue Frisur denn durch seine Leistung auf.

Wuppertal. Die Wuppertal Titans wollten im neuen Jahr eigentlich keine Geschenke mehr verteilen. Doch gegen den TV Rottenburg präsentierten sich die Wuppertaler erneut zu großzügig. Die Süddeutschen bedankten sich am späten Samstagabend mit dem 3:0 (28:26, 25:18, 25:20)-Sieg in der Bayer-Halle. Titans-Spielertrainer Gergely Chowanski nahm es mit Ironie: "Ich werde in dieser Woche einen Workshop starten, wie man richtig Geschenke auspackt. Heute haben wir es nämlich nicht geschafft." Denn im Gegensatz zu den Gästen nahmen die Titans die sich bietenden Chancen viel zu selten wahr.

Chowanski überraschte mit einer veränderten Aufstellung. Julian Stuhlmann spielte auf der Libero-Position, Thilo Späth rückte auf Außen. Auf der Zuspielerposition agierte Merten Krüger. "Die Rottenburger sind über die Mittelpositionen am anfälligsten, daher wollten wir viel über die Mitte spielen", begründete Chowanski seine taktischen Veränderungen, die auch aufgingen, denn Mittelblocker Nathan Toews und Jesper Jansen erzielten die meisten Punkte (12 und 14). "Mit Oliver Gies, Thilo und Julian hatten wir drei sehr gute Annahmespieler auf dem Feld, und Merten begann als Zuspieler, weil seine Spielweise in der Liga noch nicht so bekannt ist."

Aber auch der junge, unkonventionelle Zuspieler Krüger konnte keine Zauberpässe spielen, wenn die Annahme zu ungenau kam. "Natürlich müssen die Außenangreifer auch aus schlechten Pässen Punkte machen", sagte Chowanski. Zu oft landetet der Ball aber im Aus oder wurde zu drucklos hinüber gespielt. Im Gegensatz zu Rottenburgs Diagonalangreifer Falko Steinke, aus dessen Bällen 17Punkte resultierten.

Im ersten Satz hielten die Wuppertaler gut mit, übernahmen ab 19:18 sogar die Führung und hatten einen Satzball. Unnötig ging der Satz schließlich doch verloren. Im zweiten Durchgang liefen die Titans dem Rückstand kontinuierlich hinterher. Dazu kamen Abstimmungsprobleme zwischen Oliver Gies und Julian Stuhlmann in der Annahme. Auch Peter Lyck fand nach seinen Rückenproblemen noch nicht zur gewohnten Form. Im dritten Durchgang führten die Titans bereits mit 17:15, mussten dann aber zusehen, wie die Rottenburger sechs Punkte in Folge machten. Der Wechsel auf der Zuspielerposition (Chowanski für Krüger) brachte nichts mehr ein.

Am kommenden Mittwoch treten die Wuppertaler zum Vier-Punkte-Spiel bei Schlusslicht Bottrop an (19.30 Uhr). Dort ist für die am Samstag schwach agierenden Titanen ein Sieg Pflicht.

Güßgen, Krüger, Gies, Späth, Chowanski, Toews, Stuhlmann, Jensen, Lyck, Zeitler

Mehlberg, Neumeister, Cipowicz, Klaas, Kaczmarek, Steinke, Pompe, Filo Belizer, Ranner.

Ergebnis 0:3 (26:28, 18:25, 20:25)
Spieldauer 77 Minuten

Am kommenden Mittwoch, 13. Januar, um 19.30 Uhr bei RWE Volleys Bottrop.

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