Wuppertaler treten im Achtelfinale des DVV-Pokals beim TuS Kriftel an.

Gergely Chowanski will nichts von der Favoritenrolle wissen.
Gergely Chowanski will nichts von der Favoritenrolle wissen.

Gergely Chowanski will nichts von der Favoritenrolle wissen.

Schinkel

Gergely Chowanski will nichts von der Favoritenrolle wissen.

Wuppertal. Ungewohnte Situation für den Volleyball-Erstligisten Wuppertal Titans: Im Achtelfinale des DVV-Pokals tritt das Team um Spielertrainer Gergely Chowanski am Sonntag (17.30 Uhr) beim Süd-Zweitligisten TuS Kriftel als Favorit an.

In diese Rolle lässt sich Chowanski aber ungern drängen. "Jeder Gegner ist ernst zu nehmen. Aber es stimmt natürlich, dass Pokal-Sensationen im Volleyball eher selten vorkommen und der höher spielende Verein strauchelt. Uns wird das nicht passieren", sagt der Zuspieler der Titans mit voller Überzeugung.

Was nicht verwundert, tritt sein Team doch nach dem jüngsten Bundesliga-Sieg (3:2 bei Königs Wusterhausen) mit breiter Brust bei den Hessen an. "Ganz klar, wir sind auf dem richtigen Weg. Aber Selbstvertrauen holt man sich nicht nur mit einem Sieg, das ist ein längerer Prozess. Vom Kopf her sind wir aber fit", sagt Chowanski.

Eine gute Voraussetzung, um den Einzug ins Viertelfinale zu packen, denn: "Kriftel kann als klarer Außenseiter befreit aufspielen, man darf sie nicht ins Spiel kommen lassen. Wir müssen denen unser Spiel aufdrängen."

Der Elfte der 2. Bundesliga-Süd hat sich gegen die Titans den Gewinn eines Satzes zum Ziel gesetzt. Im letztjährigen Pokalwettbewerb glückte dies gegen den SCC Berlin. "Sollte uns dies wieder gelingen, wäre das ein sensationeller Erfolg", sagt Kriftel-Trainer Klaus Hermann.

Unterdessen basteln die Titans weiter daran, die Philosophie von Spielertrainer Chowanski zu verinnerlichen. "In Ansätzen ist die schon zu erkennen. Es gibt aber ein paar Dinge, die noch nicht so laufen, wie ich mir das vorstelle", sagt Chowanski. In dieser Woche wurde zum Beispiel verstärkt am Aufschlag gearbeitet, um die bessere Mischung zwischen Risiko und Sicherheit zu finden.

Beim so genannten "Sideout-Spiel", also der Reaktion in Annahme und Angriff nach einem gegnerischen Aufschlag, hat das Team laut Chowanski das seiner Meinung nach gute Niveau unter Vorgänger Jens Larsen gehalten. Dagegen warten in Block und Abwehr noch Arbeit. "Da können wir noch besser werden."

Ob er gegen Kriftel selbst wieder spielen wird, will Chowanski von der Tagesform abhängig machen. Sicher ist dagegen, dass ein Akteur, der bislang wenig Spielzeit hatte, zum Einsatz kommen wird. "Welcher das sein wird, verrate ich aber noch nicht."

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