Mit 3:1 (19:25, 26:24, 25:15, 25:23) schlagen die Wuppertaler den VC Mitteldeutschland.

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Titans-Kapitän Peter Lyk (r.) langte gestern Abend einige Male kraftvoll zu.

Titans-Kapitän Peter Lyk (r.) langte gestern Abend einige Male kraftvoll zu.

Andreas Fischer

Titans-Kapitän Peter Lyk (r.) langte gestern Abend einige Male kraftvoll zu.

Wuppertal. "Hey, was geht ab, wir feiern die ganze Nacht", klang es Mittwochabend um kurz vor 22 Uhr aus den Lautsprecherboxen in der Bayer-Halle. Soeben war den A!B!C Titans Wuppertal die erste kleine Saisonsensation mit einem 3:1 über den VC Mitteldeutschland gelungen. Entsprechend losgelöst waren die Spieler. Alle Mann bildeten einen Tanzkreis und jubelten mit den Fans.

Mit diesem Saisoneinstand vor der allerdings enttäuschenden Kulisse von gerade einmal 400 Besuchern hätte wohl niemand gerechnet. Ex-Titans-Spieler Gerrit Zeitler, der die Partie verfolgte, unkte zuvor: "Viel hat sich zur vergangenen Saison ja nicht bei den Titans verändert. Ich zähle Wuppertal ganz klar zu den Absteigern in dieser Saison."

Doch so leicht geben sich die Spieler um Spielertrainer Gergely Chowanski nicht geschlagen. Nach dem 19:25 im ersten Satz sah die Leistung der Titans tatsächlich nicht viel besser aus als in der vergangenen Horrorsaison. Der VC gewann über 20:13 locker den Satz, schlug fünf Asse in Folge.

Doch danach erwachte das Kämpferherz der Wuppertaler. Nach einem 13:16-Rückstand kamen die Titans zum 18:18 durch ein Ass von Peter Lyck, einem der überragenden Spieler am Abend. Der Diagonalspieler war es auch, der sein Team dann auf die Siegesspur und zum 24:24 brachte. Mit einem gelungenen Block von Alexander Walkenhorst zum 26:24 war der Satzausgleich dann geschafft.

Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken trumpften die Titans im dritten Satz ganz anders auf. Es ging viel bissiger und aggressiver zu. Der schon im zweiten Satz eingewechselte Spielertrainer Chowanski sorgte mit dafür, dass sein Team auf 19:11 davon zog und dem Gegner keine Chance ließ. Guten Gewissens konnte er dann das Feld wieder verlassen und Platz machen für den Niederländer Daan van Haarlem auf der Zuspielposition.

Walkenhorst, Mester, van Haarlem, Möllers, Matthes, Chowanski, Sauss, Wernitz, Stuhlmann, Lyck, Weßel, Michels

Zum Krimi entwickelte sich der vierte Satz, in dem ein weiterer überragender Spieler wie zuvor die Akzente setzte: Alexander Walkenhorst bot auf der Mittelblockerposition eine starke Leistung und holte das 24:23. Ebenfalls gut drauf war Neuzugang Roman Sauss, dem mit einem Ass der entscheidende Punkt zum 25:23 gelang.

Strahlende Titans-Gesichter und ein zufriedener Trainer: "Wir haben nach dem Rückstand gut ins Spiel zurückgefunden, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft", sagte Chowanski.

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