Volleyball: Nach seinem starken Spiel gegen den SCC Berlin will der junge Libero auch am Samstag gegen Moers wieder mitmischen.

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Julian Stuhlmann ist heiß auf die Bundesliga.

Julian Stuhlmann ist heiß auf die Bundesliga.

Andreas Fischer

Julian Stuhlmann ist heiß auf die Bundesliga.

Wuppertal. Am kommenden Samstag geht für Volleyball-Bundesligist Wuppertal Titans der Kampf um den Klassenerhalt weiter. Zum ersten Spiel im neuen Jahr trifft der Klub in der Bayer-Halle auf den Moerser SC (19 Uhr, Bayer-Halle). Dann hofft Julian Stuhlmann wieder auf Spielzeit. Der 22-Jährige spielte gegen den SCCBerlin zum ersten Mal in dieser Saison als Libero - und machte seine Sache hervorragend.

Davor kam er nur zu Kurzeinsätzen - meistens bei Aufschlägen. Das reicht dem ehrgeizigen Spieler aber auf Dauer nicht. Er will mehr. "Mein Hauptziel ist es, Stammniveau zu erreichen. Das kann ich nur, in dem ich regelmäßig spiele", sagt der gebürtige Wuppertaler, der vor den Titans stets beim SV Bayer - zuletzt in der Regionalliga - spielte.

Vater Klaus-Martin ist in der Volleyball-Szene kein Unbekannter. Der begeisterte Volleyballer spielte und trainierte den SV Bayer und war Co-Trainer der Frauen-Nationalmannschaft. Über ihn kam der Sohn auch zum Volleyball. Mit 1,78 Metern ist Julian Stuhlmann zu klein für den Außenangriff - ihm bleibt deshalb nur die Position des Liberos.

"In der Jugend habe ich auf Außen gespielt, aber auf diesem Niveau reicht die Größe nicht mehr aus", sagt der ehemalige deutsche Jugend-Vizemeister. Stuhlmanns unmittelbarer Konkurrent auf der Position des Liberos heißt Thilo Späth. Er spielte gegen die Berliner als Außenangreifer. Personelle Engpässe in dem kleinen Kader ließen Trainer Jens Larsen keine andere Wahl.

Ob es zu dauerhaften Einsätzen von Stuhlmann kommen wird, will Larsen nicht versprechen. "Im vergangenen Jahr stand er auf der Kippe, wir hatten immer gute Liberos in der Mannschaft. Und ein Libero braucht Erfahrung. Aber ich denke, dass wir auf ihn bauen können." Larsen lobt Stuhlmanns schnelles Spiel und die gute Technik. "Meine Annahme ist stabiler geworden", sagt Stuhlmann, "nicht ganz zufrieden bin ich mit der Abwehr."

Im Training arbeitet er eng mit Späth und den anderen Annahmespielern zusammen. Das Manko des Studenten der Wirtschaftswissenschaften ist, dass er nur zwei Mal pro Woche zusammen mit den Kollegen trainieren kann. "Das Studium steht im Vordergrund. Ich habe bei den Titans auch keinen Arbeitsvertrag", sagt Stuhlmann, der noch zwei Nebenjobs hat. Fitness- und Krafttraining kommen zum straffen Arbeitspensum dazu.

Angebote von anderen Klubs liegen ihm zwar nicht vor, er kann sich aber vorstellen, Wuppertal zu verlassen, wenn ein Bundesligaverein anfragt. Ob ihm Larsen gegen Moers erneut das Vertrauen schenkt, weiß er nicht. "Unser Trainer steckt in der Klemme. Keine Ahnung, wie er sich entscheidet", sagt Stuhlmann.

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