Stadt sieht sich in Sanierungsplänen bestätigt. Doch es bleiben Unwägbarkeiten.

Wuppertal. Was passiert mit der Uni-Halle? Nachdem das von Stadt und Uni beauftragte unabhängige Büro Diederichs Projektmanagement zu dem Ergebnis gekommen ist, dass Abriss und eine neue Dreifachhalle plus Multifunktionshalle vor Ort 29 Millionen Euro kosten würden, dürfte diese Frage in nächster Zeit die politische und öffentliche Diskussion beherrschen. Für Hans-Uwe Flunkert, den Leiter des Wuppertaler Gebäudemanagements (GMW), wäre die ursprünglich vorgesehene Sanierung der Halle die logische Konsequenz, zumal der vom GMW kalkulierte Kostenrahmen von 14 Milllionen Euro von dem Gutachterbüro für plausibel angesehen wurde.

Unwägbarkeiten bei Sanierung im laufenden Betrieb

Gutachterin Heike Bals wies in der Vorstellung der Prüfungsergebnisse im Sportausschuss aber auch darauf hin, dass man die Machbarkeit einer vom GMW vorgeschlagenen Dachsanierung im laufenden Betrieb noch nicht abschließend beurteilen könne. Durch das vorgesehene Einziehen einer Zwischendecke, unter der weiter eingeschränkt Sport getrieben werden könnte, seien gesundheitliche Beeinträchtigung durch Schadstoffe aus dem Dach nicht gänzlich auszuschließen und laufend zu kontrollieren. Während neue Dachbalken eingezogen würden, sei aus Sicherheitsgründen ein Sportbetrieb unter der Unterkonstruktion gar nicht möglich.

Das dürfte angesichts einer geschätzten reinen Bauzeit von mindestens zwei Jahren Wasser auf die Mühlen der Uni sein, die im Vorfeld die Beeinträchtigung für den Studienbetrieb durch eine solche Sanierung für unzumutbar erklärt und sich zudem gewünscht hatte, lieber Geld in neue zweckmäßigere Sportanlagen zu stecken. Das sagte auch der BHC, der wiederum eine größere Veranstaltungshalle fürs Bergische für wichtig hält.

Wie berichtet, wird die Uni-Halle zu 46 Prozent aus Landesmitteln und zu 54 aus städtischen finanziert. Ein Finanzkonstrukt, das im Interesse der Stadt erhalten werden müsse, mahnt Flunkert.

Stadt will mit der Uni und dem BHC sprechen

Demnächst ist ein Spitzengespräch zwischen Oberbürgermeister Peter Jung und Uni geplant. „Auch mit dem BHC müssen wir sicher noch sprechen“, sagte Flunkert. Parallel liefen jetzt Beratungen in den Fraktionen. Zeitdruck gebe es insofern nicht, da durch im Vorjahr ergriffene Brandschutzmaßnahmen die Betriebsgenehmigung der Halle bis 2019 gegeben und eventuell sogar verlängerbar sei.

Zu akuten Einschränkungen könnte es lediglich bei heftigem Schneefall im Winter kommen, da die zusätzliche Traglast des grundlegend sanierungsbedürftigen Dachs gering sei.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer