Der Zweitligist steckt nach der 20:29-Schlappe gegen TuS Weibern im Tabellenkeller fest.

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Freie Bahn für Steffi Bergmann. Doch ihr Comeback war nach drei Zeitstrafen beendet.

Freie Bahn für Steffi Bergmann. Doch ihr Comeback war nach drei Zeitstrafen beendet.

Wolfgang Westerholz

Freie Bahn für Steffi Bergmann. Doch ihr Comeback war nach drei Zeitstrafen beendet.

Wuppertal. In dieser Form wird der Handball-Zweitligist TV Beyeröhde nach dem Abstieg aus der 1.Bundesliga weiter nach unten durchgereicht. 20:29 (10:12) hieß es gegen einen durchaus schlagbaren Gast aus Weibern. Vor 350 Zuschauern brachen die Langerfelderinnen nach einem aus nicht nachvollziehbaren Gründen von den Unparteiischen nicht anerkannten Treffer, der zum 16:16 geführt hätte, innerhalb kürzester Zeit ein. Psychisch und physisch nun völlig von der Rolle gerieten sie mit sieben Treffern in Rückstand und leisteten kaum noch Gegenwehr.

Schiedsrichtergespann pfeift 13 Siebenmeter für TuS Weibern

Der einst so gefürchtete Beyeröhder Rückraum wirkte zuweilen eher beruhigend auf die gegnerische Abwehr, weil die Angriffe zu früh abgeschlossen wurden und viele Chancen ungenutzt blieben. Marieke Köhler war trotz einer nicht überzeugenden Leistung mit vier Toren die erfolgreichste Beyeröhder Schützin. Vornehmlich im zweiten Durchgang störte die Gäste-Abwehr instinktsicher die Beyeröhder Angriffsaktionen und lief zumeist ungestört Gegenstöße.

Die oft zweifelhaft entscheidenden Schiedsrichter gaben 13Siebenmeter für TuS Weibern (drei nur für Beyeröhde, von denen zwei verworfen wurden) und bestraften dabei vor allem die ungeschickten Attacken von Steffi Bergmann, die kurz vor Schluss nach drei Zeitstrafen vom Feld musste. Am Kreis war ihr beim ersten Meisterschaftsspiel nach dreimonatiger Verletzungspause trotz etlicher Chancen nur ein Treffer gelungen.

Sucht man nach positiven Aspekten beim TV Beyeröhde, der sich mit der SGKirchhof und dem kommenden Gegner, TVMainzlar, das Schlusslicht der Liga teilt (zwei steigen ab), dann wäre Torhüterin Linda Martin zu nennen, die nicht nur zwei Siebenmeter parierte sondern mit 18Paraden ein totales Debakel verhinderte. Erfrischend auch der Auftritt von Sabine Nückel, die drei Mal vom Kreis traf oder Stella Kramer, die als derzeit einzige von den eingesetzten Spielerinnen (fünf blieben auf der Bank sitzen) einen Erfolg versprechenden Konter starten kann. "Ich habe fast alle Beyeröhder Spiele auf Video gesehen und weiß, dass man gegen die Mannschaft Tempo gehen und schnelle Gegenstöße spielen muss", erklärte Weiberns Trainer Jan Reuland, der sein Team in der Pause lautstark zusammengestaucht hatte.

Beyeröhdes Abteilungsleiter Manfred Osenberg rügte zwar etliche Schiedsrichterentscheidungen, war aber ebenso enttäuscht wie Trainer Peter Brixner. "Allerdings fehlen uns zu gravierenden Änderungen die finanziellen Mittel", sagte Osenberg angesichts des erneut drohenden Abstiegs.

Martin (Herrmann bei zwei Siebenmetern), Kramer (3), Disselhoff (2), Karger (2), Brandt (3/1), Nückel (3), Held (2), Bergmann (1), Köhler (4). M. Münch, Niggeloh, Bensch, N. Münch, Scholz (nicht eingesetzt)

Dauth, Herbst, Kils (1), Eltheber (1), Daniela Salz, Zimmermann, Simone Salz (5), Oester (5), Jazczuk (6/6), Heldrih (2), Hess (6/5), Duketis, Frank (3)

Zeitstrafen: 8 Min. : 2 Min.
Rote Karte: Steffi Bergmann (Disqualifikation nach drei Zeitstrafen)

3/1 : 13/11

2:5, 3:7, 6:10, 8:12 (26.), 10:12 (30.), 11:12 (31.), 12:13 (34.), 13:15 (38.), 15:16 (39.), 15:22 (48.), 19:25 (52.), 20:27 (54.), 20:29 (60.)

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