Auch unter dem neuen Vorstand bleibt das Turnier des Wuppertaler Reit- und Fahrvereins ein fester Termin im Reitkalender.

Auch unter dem neuen Vorstand bleibt das Turnier des Wuppertaler Reit- und Fahrvereins ein fester Termin im Reitkalender.
Von einer Pferdestärke zu einigen 100 PS: Jump & Drive war als Jux-Wettbewerb erstmal im Programm. Hier nimmt Maya Hetze mit Luca ein Hindernis, während im Hintergrund schon der Fahrer wartet. Mit dem geht es dann noch durch einen ebenen Parcours.

Von einer Pferdestärke zu einigen 100 PS: Jump & Drive war als Jux-Wettbewerb erstmal im Programm. Hier nimmt Maya Hetze mit Luca ein Hindernis, während im Hintergrund schon der Fahrer wartet. Mit dem geht es dann noch durch einen ebenen Parcours.

Andreas Fischer

Von einer Pferdestärke zu einigen 100 PS: Jump & Drive war als Jux-Wettbewerb erstmal im Programm. Hier nimmt Maya Hetze mit Luca ein Hindernis, während im Hintergrund schon der Fahrer wartet. Mit dem geht es dann noch durch einen ebenen Parcours.

Dieses Hindernis ist mit Bravour genommen: So gab es nach dem ersten Reitturnier des Wuppertaler Reit- und Fahrvereins nach der Ära Schmitt-Sasse nur strahlende Gesichter, zumal auch der Regen am Sonntag den Turnierplan kaum durcheinandergewirbelt hatte. Bereits vor zwei Jahren hat Rainer Schmitt-Sasse den Vorsitz des Vereins in der Gelpe, den er drei Jahrzehnte lang prägte, abgegeben. Es war aber jetzt das erste Reitturnier, das komplett vom neuen Vorstand unter Marion Cornelius und Mirco Stamatovic organisiert wurde.

Beide sind Seiteneinsteiger. Marion Cornelius kommt eigentlich vom Tennis, wo ihre drei Söhne, allen voran Bastian (er ist 1. Vorsitzender des TC Gold-Weiß), große Erfolge gefeiert haben. Erst vor sechs Jahren hat sie mit Tochter Anna (19) mit dem Reiten begonnen. Stamatovic ist sogar erst seit zwei Jahren dabei, weil er für Tochter und Ehefrau ein Pferd anschaffte und selbst sozusagen im Sattel hängenblieb.

Zum neuen Vorstand kommt noch ein neuer Betriebsleiter

„Das ist schon ein Sprung ins kalte Wasser. Es fängt damit an, die Richter und Preise zu organisieren“, berichtete Marion Cornelius über die Turniervorbereitung, während sie mit Begeisterung dem Geschehen auf dem Springplatz zuschaute. Erschwerend hinzugekommen war im Herbst 2017 der Abschied des langjährigen Betriebsleiters Jochen Münz, der sich selbstständig gemacht hat. Mit Björn Janßen fand Cornelius einen Nachfolger als Betriebsleiter. Im März kam Reitlehrer Armin Rhad vom RC Steinberg herüber.

„Auf dieser Anlage hier hat man alle Möglichkeiten, von Vielseitigkeit über Dressur bis Springen“, schwärmen beide. Die Mitgliederzahl ist unter dem neuen Vorstand sogar noch gestiegen – auf 279. „Das Voltigieren haben wir komplett in die eigene Hand genommen, unseren eigenen Leuten Schulungen bezahlt“, berichtet Marion Cornelius.

Einen Voltigier-Wettbewerb und auch das traditionelle Vielseitigkeitsturnier soll es noch in diesem Jahr geben. Allerdings an neuen Terminen, wie auch das Reitturnier jetzt erstmals über Himmelfahrt stattfand. „Über drei Tage ist das entspannt, vielleicht können wir im nächsten Jahr noch einen zweiten Dressurtag hinzunehmen“, plant Cornelius schon weiter.

Diesmal gab es sieben Dressurprüfungen (bis Klasse L) mit 120 Nennungen und 13 Springprüfungen mit knapp 200 Nennungen. Während bei den ranghöchsten Prüfungen – zwei Ein-Stern-M-Springen – Britta Schnee vom RV Blumenhaus absahnte, die mit vielen Pferden und einem luxuriösen Transporter aus dem nahen Sprockhövel herübergekommen war, lieferten sich in den tieferen Prüfungen Protagonisten des gastgebenden WRFV und des RC Steinberg packende Duelle. Für Steinberg saß auch dessen Vorsitzender Jörg Valentin erfolgreich im Sattel. Bei den Gastgebern konnten unter anderem Pia Gietenbruch, Lina Strinna oder Sarah Rüger Treppchenplätze und Schleifen ergattern.

Zum Spaß hatte der neue Vorstand ein Kostümspringen und erstmals ein Jump and Drive installiert. Die vier Teilnehmer mussten mit ihren Pferden erst sechs Hindernisse überwinden, dann zu den bereitstehenden Gelände-Karossen des Sponsors spurten, die dann von eigenen Fahrern durch einen Parcours auf dem Reitplatz gesteuert wurden.

Ansonsten war das Programm traditionell – mit vielen Einsteigerprüfungen. „Schön, dass Traditionen fortgeführt werden“, freute sich Rainer Schmitt-Sasse, der erstmals „nur“ interessierter Zuschauer war.

„Die Resonanz war wirklich super“, strahlte Silvia Cornelius, die am Ende von allen Richtern in den Arm genommen wurde.

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