Makellose Bilanz für die Fight-Klub-Asse in der Hako-Arena. 600 Fans waren begeistert.

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Der Wuppertaler Werner Kreiskott (links) feiert seinen Sieg über Kevin Klinger aus Hamburg.

Der Wuppertaler Werner Kreiskott (links) feiert seinen Sieg über Kevin Klinger aus Hamburg.

Wolfgang Westerholz

Der Wuppertaler Werner Kreiskott (links) feiert seinen Sieg über Kevin Klinger aus Hamburg.

Wuppertal. Die Stimmung in der Hako-Arena steigerte sich am Samstag Abend von Kampf 1 bis zu Kampf 14 und erreichte gegen 22.30 Uhr ihren Siedepunkt: Da betrat nämlich Werner Kreiskott (30), der 105-Kilo schwere IKBO-Weltmeister aus dem Fight-Club an der Scheffelstraße den Ring, um seine Kräfte mit dem ebenso gewichtigen aber sieben Jahre jüngeren Kevin Klinger (Hamburg) zu messen. Und die rund 600Thai-Box-Fans standen wie ein Mann hinter ihrem Idol.

Begleitet von einem "Werner-Werner"-Stakkato feuerte Kreiskott variable Schlagserien zu Kopf und Körper des Studenten aus Hamburg ab, garnierte seine Aktionen auch mit Fuß-Techniken und war eindeutig Chef im Ring. Doch Klinger zeigte wenig Wirkung, verfügte über schützende Polster um die Hüften, nahm auch Kreiskotts Versuche, die Leber zu treffen ungerührt hin und schüttelte sich bei Kopftreffern nur kurz. Das vehemente Tempo, das der Vohwinkeler Fight-Club-Chef im ersten Durchgang vorgelegt hatte, forderte seinen Tribut: Klinger setzte sich in Runde zwei und drei besser in Szene, ohne jedoch den stürmisch bejubelten Punktsieg Kreiskotts gefährden zu können.

Hatte das attraktive Nummerngirl Ricarda bei Werner Kreiskott drei Auftritte, so musste die junge Dame bei Cagri Ermis und Marcel Gottschalk jeweils nur die "Eins" durch den Ring tragen. Danach war nämlich schnell Schluss. IKBO-Weltmeister Cagri Ermis - von Flammenstößen auf dem Weg in den Ring begleitet - wusste, dass sein Gegner Andreas Beckert als ehemaliger Karate-Kämpfer "gute Beine" hatte, aber über eine lückenhafte Deckung verfügte. Er brachte seine Rechte mehrfach über der zu tief sitzenden linken Führhand des Frankfurters ins Ziel. Beckert ging zu Boden, rappelte sich wieder hoch, gab aber nach dem zweiten Niederschlag auf.

Kurz machte es auch der 26Jahre alte Marcel Gottschalk (Fight-Club) gegen den kahlköpfigen Muskelmann Markus Knauf aus Velbert. Dessen imposante Gestalt beeindruckte den Vohwinkeler Schwergewichtler jedoch nur wenig. Mit offensichtlichem Siegeswillen griff Gottschalk vor den Augen seines 79Jahre alten Opas Karl-Heinz sofort an, deckte Knauf mit schnellen harten Kombinationen ein, und nach einer krachenden Linken gab es den ersten Niederschlag. Schnell erkannte der Velberter seine Chancenlosigkeit, und die Folge war der TKO in Runde 1.

Eindrucksvoll auch der Auftritt von Peter Fuhrmann in der Klasse bis 82 Kilogramm. Er setzte mehr auf Einzelaktionen, zwang Rainer Prang (Hürth) mit einem linken Haken zu Boden und siegte zur Freude von Werner Kreiskott kurz darauf durch K.o. in der ersten Runde. Mit Eduard Reissich und dem 12-jährigen Knirps Yassir Belfdir, der pünktlich um 19.30 Uhr den Auftakt-Kampf dieser präzise organisierten Veranstaltung bestritt, gab es noch zwei Punktsiege der Fight-Club-Asse, die zum ungeteilten Vergnügen des begeisterten Publikums eine makellose Bilanz präsentierten, bei ihren Gegnern aber oft auch nur auf mäßigen Widerstand getroffen waren.

Kreiskott will am kommenden Wochenende bei dem Titelverteidigungskampf von Artur Abraham einen Kampf im Rahmenprogramm im Schwergewicht bestreiten.

Die Premiere in der Hako-Arena war ausverkauft und ein voller Erfolg.

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