Vor der 25. Auflage blickt Begründer Wolfgang Killing noch einmal zurück – eine Erfolgsgeschichte.

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Wolfgang Killing (r., mit Moderator Wolf-Dieter Poschmann) ist einer der Väter des Meetings.

Wolfgang Killing (r., mit Moderator Wolf-Dieter Poschmann) ist einer der Väter des Meetings.

Javier Sotomayor hält mit 2,40 m bis heute den Meeting-Rekord. Mitte der 90er Jahre ging es in Heckinghausen oft weit nach oben. Archiv

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Wolfgang Killing (r., mit Moderator Wolf-Dieter Poschmann) ist einer der Väter des Meetings.

Wuppertal. Carlo Thränhardt, Dietmar Mögenburg, Javier Sotomayor, Sorin Matei – die Siegerlisten des Wuppertaler Springermeetings lasen sich in den Anfangsjahren wie das Who is Who des internationalen Männerhochsprungs. Geholt hatte sie Wolfgang Killing, einst BTV-Hochsprung-As und anschließend Bundestrainer.

Auch wenn er vor fünf Jahren die Organisation des Meetings in die Hände von Lars Birger Hense gegeben hat, weil er die Leitung der DSV- Trainerschule in Mainz übernahm, wird sein Herz auch am Samstag bei der 25. Aufllage in Heckinghausen höher schlagen.

Weltrekordler Sjöberg sagte zwei Tage vor der Premiere ab

„Am meisten natürlich für den Männerhochsprung, denn damit hat alles begonnen“, sagt Killing, der sich eine Siegerhöhe jenseits der 2,30 m wünscht. So wie zum Auftakt im Jahr 1988, als Carlo Thränhardt sich mit Dietmar Mögenburg ein Duell lieferte, das erst bei 2,35 m endete. Über Nacht war Wuppertal zur Marke geworden.

Eigentlich sollte auch der amtierende Weltrekordler Patrik Sjöberg starten. „Carlo hat mit ihm verhandelt und immer versprochen, dass er kommt. Zwei Tage vorher hat mir Patrik aber in Simmerath gesagt, dass davon keine Rede sein könne“, erinnert sich Killing und muss heute schmunzeln.

„Unseren Etat von 40 000 Mark – die Hälfte kam von der Stadt, die andere von der Sparkasse – haben wir dadurch nicht voll ausgeschöpft.“ Thränhardt ist er im Nachhinein nicht böse: „Was er als Organisator in den Sand gesetzt hat, hat er als Athlet wieder ’rausgehauen.“

Aus der Uni-Halle zurück nach Heckinghausen

1988 Carlo Thränhardt (2,35 m/Heckinghauser Halle)
1989 Dietmar Mögenburg (2,33 m/Unihalle bis 1992)
1990 Artur Patyka (2,34 m/POL)
1991 Dragotin Topic (2,30 m/Jugos)
1992 Artur Partyka (2,33 m)
1993 Ralf Sonn (2,36 m/Rückkehr in die Heckinghauser Halle)
1994 Javier Sotomayor (2,40 m/CUB)
1995 Sorin Matei (2,38 m/ROM)
1996 Artur Partyka (2,30 m)
1997 Steinar Hoen (2,33 m/NOR)
1998 Tim Forsyth (2,32 m/AUS)
1999 Martin Buß (2,28 m)
2000 Martin Buß (2,30 m)
2001 Janku, Pennings, Staufer (CS, NL, CH/alle 2,24 m)
2002 Wilbert Pennings (2,28 m/NL)
2003 Jaroslav Baba (2,31 m/TSCH)
2004 Jamie Nieto (2,28 m/USA)
2005 Andrej Sokolowskij (2,33/UKR)
2006 Andrej Sokolowskij (2,28 m)
2007 Andrej Sokolowskij (2,35 m)
2008 Eike Onnen (2,30 m)
2009 Kabelo Kgosimang (2,25 m)
2010 Oscu Torro (2,32 m/FIN)
2011 Tom Parsons (2,25 m/GB)

Samstag, 21. Januar, Beginn Hochsprung Juniorinnen: 16 Uhr, danach Männerhochsprung und Stabhochsprung der Damen parallel.

Ein Kapitel über das Wuppertaler Springermeeting gibt es auch in der Chronik 50 Jahre Sporthalle Heckinghausen von Klaus Göntzsche. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich. Jeder Besucher des Meetings erhält ein Exemplar gratis.

Der glänzende Auftakt führte dazu, dass Stadt und Sparkasse darauf drängten, das Meeting in die prestigeträchtige Uni-Halle zu verlegen. Dort kam der Damen-Hochsprung hinzu und deraufgehende Stern von Heike Henkel. Zweimal knackte sie die 2-m-Schallmauer, während die Herren weiter 2,30 m und höher sprangen.

„Allerdings zeichnete sich ab, dass wir die Uni-Halle nicht vollkriegen. Die Rückkehr nach Heckinghausen, das auch für uns als BTV günstiger lag, haben wir 1993 auch mit dem Schwingboden begründet, der größere Höhen ermöglicht“, sagt Killing.“ Tatsächlich lösten Ralf Sonn, Sotomayor und Matei, aber auch Stefka Kostadinova dieses Versprechen in den folgenden Jahren ein.

Die 2,40 m des Kubaners Sotomayor, dessen Manager danach 50 000 Euro für eine neue Weltrekordhöhe (die schien Sotomayor drinzuhaben) forderte und bei den gebotenen 3000 Euro nur müde lächelte, sind Legende.

Ebenso die Überraschung von Norwegens Steinar Hoen, der 1994 mit 2,30 m nur Siebter wurde. „Die goldenen Jahre“, nennt Wolfgang Killing diese Zeit, die angesichts höherer Summen, die später für Top-Stars flossen, nicht mehr wiederholbar scheint.

Eine Attraktivitätssteigerung des Meetings gelang ab 1999 auch ohne die ganz großen Gehälter wieder durch die Hinzunahme des Stabhochsprungs der Damen. Davon verspricht sich Killing auch bei der Jubiläumsauflage einiges: „Einen neuen Meetingrekord von 4,60 m hat Martina Strutz drin, und mit Kristina Gadschiew, Liza Ryzih und Julia Hütter starke Konkurrenz.“

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