Wuppertaler Alpenvereine waren gute Gastgeber bei den Westdeutschen Meisterschaften in der Halle Wupperwände.

Juliane Wurm – hier mit Bruder Alexander – stand bei den Westdeutschen Meisterschaften in den Wupperwänden wieder einmal im Mittelpunkt und erfüllte die Wuppertaler Titelhoffnung.
Juliane Wurm – hier mit Bruder Alexander – stand bei den Westdeutschen Meisterschaften in den Wupperwänden wieder einmal im Mittelpunkt und erfüllte die Wuppertaler Titelhoffnung.

Juliane Wurm – hier mit Bruder Alexander – stand bei den Westdeutschen Meisterschaften in den Wupperwänden wieder einmal im Mittelpunkt und erfüllte die Wuppertaler Titelhoffnung.

Gerhard Bartsch

Juliane Wurm – hier mit Bruder Alexander – stand bei den Westdeutschen Meisterschaften in den Wupperwänden wieder einmal im Mittelpunkt und erfüllte die Wuppertaler Titelhoffnung.

Wuppertal. "Cool!", freute sich Juliane Wurm, als am Samstag gegen Ende eines langen Tages bei den westdeutschen Meisterschaften im Schwierigkeitsklettern (Lead) in der Kletterhalle Wupperwände feststand, dass es bei den Damen ein Superfinale geben würde. Mit zwei ihrer Konkurrentinnen hatte sie beide Qualifikationsrouten und die Finalroute getoppt, das heißt auch die oberste Sicherungsöse in fast 16 Metern Höhe erreicht. Und Juliane Wurm, Leitfigur der Sektion Wuppertal im Deutschen Alpenverein und internationaler Star der Szene, wollte gerne auch auf der Männerroute ihr Können beweisen, auf die es im Superfinale ging.

Jonas Baumann diesmal nur als "Routenschrauber"

"Wir haben uns einiges einfallen lassen, die Route ist superschwer", meinte ihr Vereinskollege Jonas Baumann. Der 24-Jährige konnte wegen einer Schulterverletzung diesmal nicht auf Titeljagd, war aber als Schrauber für die knifflige Platzierung der vielen unterschiedlichen Griffe in der Wand verantwortlich.

Als das "Dach" überwunden wird, bricht Jubel aus

Das war zuvor schon beim Männerfinale deutlich geworden, als sich viele der Zuschauer beim Blick auf den gut einen Meter tiefen Überhang - von den Hausherren der DAV-Sektionen Wuppertal und Barmen nur "das Dach" genannt - fragten, wie das überhaupt zu klettern ist.

Es ging - wie dann doch noch drei der zehn männlichen Finalisten zeigten. Von denen hatte nur der Sieger Matthias Conrad auch noch die Kraft aufgebracht - angefeuert von Zuschauern und Konkurrenten - bis zum Top weiterzuklettern.

Die Stimmung war auf dem Höhepunkt, als auch Juliane Wurm das Dach erreichte. Gewonnen hatte sie zu diesem Zeitpunkt schon, denn ihre zwei Superfinal-Konkurrentinnen waren früher gescheitert. Bei der letzten Kante verließen die 19-Jährige, die eigentlich Spezialistin für die kurzen, schwierigen Boulderwände ist, aber dann doch die Kräfte. Ein kurzes Kopfschütteln, als sie ins Sicherungsseil fiel, dann ein Lächeln und Riesenapplaus.

Wuppertal hatte seine erhoffte Siegerin und durfte sich zudem über Treppchenplätze für Lukas Baumann und Alexander Wurm freuen. Aus der Barmer DAV-Sektion gab es sogar noch einen Westdeutschen Meister zu bejubeln. Keiner kletterte im Finale der männlichen Jugend B so hoch wie Simon Ritter. Erst am drittletzten von 30 Griffen glitt der 15-Jährige ab.

Er gehört zu den vielen Wuppertaler Talenten, die das Klettern mit der Eröffnung der Wupperwände vor knapp fünf Jahren entdeckt haben. Für die Alpenverein-Sektionen Wuppertal und Barmen geht es seitdem kontinuierlich bergauf. Kommendes Jahr sollen die deutschen Meisterschaften im Lead-Klettern nach Wuppertal geholt werden.

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