Wuppertaler Nachwuchs glänzt auf breiter Front.

Sportklettern: Wuppertaler Nachwuchs glänzt auf breiter Front.
Immer eng an der Wand: Mauro Naroska bewältigt bei einen der Finalboulder.

Immer eng an der Wand: Mauro Naroska bewältigt bei einen der Finalboulder.

Frank Brandenburger

Immer eng an der Wand: Mauro Naroska bewältigt bei einen der Finalboulder.

Wuppertal. Beim Kletternachwuchs sind die Wuppertaler Sektionen des Deutschen Alpenvereins mit ihrem Stützpunkt in der Halle Wupperwände hervorragend aufgestellt. Das zeigte sich jetzt wieder bei den Westdeutschen Meisterschaften im Sportklettern in Saarlouis, wo sich die Asse aus NRW, dem Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz um Titel stritten.

In der männlichen Jugend-B gelang der Sektion Wuppertal dort sogar ein Doppelsieg. Überraschend konnte Mauro Naroska seinen Trainingspartner und amtierenden Deutschen Meister Jonas Brandenburger erstmals bezwingen und seinen ersten großen Titel erringen. Der 15-Jährige zeigte sich dabei an diesem Tag als der bessere Allrounder, denn die Meisterschaften wurden im Overall-Modus bestritten, der 2020 in Tokio auch erstmals olympisch werden soll. Jonas Brandenburger ging zwar als Führender ins Finale und war beim Lead-Klettern (angeseilt, eine schwierige Route bewältigen) auch der Einzige, der es bis top (zum letzten Griff) schaffte, doch Naroska machte das im „Speed“ wett. Überlegen lieferte er in dieser Disziplin, in der es ebenfalls angeseilt darum geht, eine Route möglichst schnell zu bewältigen, die beste Zeit.

Auch in der dritten Disziplin Bouldern (Klettern ohne Seil bis in Absprunghöhe von maximal 4,50 m) war Naroska im Finale der Beste vor Jonas Brandenburger. Der musste sich aber nicht ärgern, denn er wurde ebenso wie Mauro Naroska für Dezember zum Training mit dem Nationalkader eingeladen.

Jonas Brandenburgers, zwei Jahre jüngerer Bruder Nils, erreichte in Saarlouis ebenfalls das Finale und vervollständigte als Vierter das überragende Wuppertaler Ergebnis in der Jugend B. Silber gab es bei den gleichaltrigen Mädchen für Club-Kameradin Jiline Grote. Für sie war das eine willkommene Bestätigung, nachdem sie in diesem Jahr auf nationaler Ebene einige Rückschläge hatte erleiden müssen.

Ein Riesentalent hat auch die DAV-Sektion Barmen mit Franziska Ritter. Sie tritt in die Fußstapfen ihres älteren Bruders Simon und konnte sich in Saarlouis Silber bei der weiblichen C-Jugend sichern. Pauline Heistermann (Sektion Wuppertal) wurde im gleichen Wettkampf Achte.

Als Newcomerin für die Sektion Wuppertal überraschte Julia Koch mit Bronze bei den Damen und der weiblichen Jugend A und rundete das tolle Gesamtergebnis damit ab.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer