Schwimm-DM: Sarah Poewe startet als Titelverteidigerin. Max Mral vertritt die Farben der SG Wasserfreunde-Neuenhof.

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Sarah Poewe und Christian vom Lehn reisen als Medaillenkandidaten nach Berlin. (Archivfoto)

Sarah Poewe und Christian vom Lehn reisen als Medaillenkandidaten nach Berlin. (Archivfoto)

Sarah Poewe und Christian vom Lehn reisen als Medaillenkandidaten nach Berlin. (Archivfoto)

Wuppertal. Das Hightech-Zeitalter im Schwimmen gehört seit dem 1. Januar der Vergangenheit an. Purzelten die Rekorde fast im Minutentakt, ist 2010 Ruhe eingekehrt. Nicht ein einziger Welt-, Europa-, oder Deutscher Rekord wurde in diesem Jahr geknackt. Mitentscheidender Grund hierfür ist, dass seit Januar die so genannten Hightech-Anzüge nicht mehr erlaubt sind. Neue Rekorde sind daher auch bei den am Mittwoch in Berlin beginnenden 122.Deutschen Meisterschaften nicht unbedingt zu erwarten. An der Landsberger Allee geht es in erster Linie um Medaillen und Platzierungen und um die Tickets für die Europameisterschaften vom 4. bis 15.August in Budapest.

Von den Wuppertaler Vereinen sind die SG Bayer und die SG Wasserfreunde Neuenhof am Start. Hiervon kommen drei Aktive ohne spezielle Vorbereitung an die Spree. Max Mral von den Wasserfreunden-Neuenhof, sowie Christian vom Lehn und Lukas Nattmann von der SGBayer, die sich Anfang Juni bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften an gleicher Stelle für die Junioren-Europameisterschaften (JEM) vom 14. bis 18. Juli in Helsinki qualifiziert haben, befinden sich seit dem 14.Juni in einem Vorbereitungstrainingslager des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) für die JEM in Heidelberg und reisen direkt vom Neckar in die Hauptstadt.

Nachwuchstrio im Härtetest für die Jugend-EM

"Alle drei schwimmen die DM aus dem vollen Training heraus", erklärt Bayer-Trainer Farshid Shami, der die drei Wuppertaler in Heidelberg vor Ort betreut hat und auch in Helsinki zum Trainerstab des DSV gehört. Dennoch ist Shami optimistisch, dass sie eine gute Rolle spielen können. Christian vom Lehn, im vergangenen Jahr Bronzemedaillengewinner über 200m Brust, räumt der Bayer-Coach wieder Medaillenchancen ein. "Christian wird sowohl über 100m als auch über 200m Brust um die Medaillen mitschwimmen. Die Frage ist nur, um welche Farbe", sagt Shami. Lukas Nattmann und Max Mral räumt er Chancen auf einen Platz zumindest im B-Finale ein. Da Max Mral einziger Schwimmer der SG Wasserfreunde-Neuenhof in Berlin ist, überlässt sein Heimtrainer Axel Focke die Betreuung seinem Kollegen Farshid Shami, der auch bei der JEM hierfür zuständig ist.

Eine heiße Medaillenkandidatin ist auch die in den USA lebende Sarah Poewe. Über 100m Brust ist sie Titelverteidigerin. Sarah Poewe befindet sich seit Anfang der vergangenen Woche wieder in Wuppertal, kam aber gesundheitlich angeschlagen im Tal an. Zu einer eventuellen Favoritenrolle wollte sich die 14-fache Deutsche Meisterin nicht konkret äußern. "Mal sehen, wie es läuft", mehr war der 27-Jährigen nicht zu entlocken, was ihre Chancen angehen. Findet sie ihre Topform muss mit der gebürtigen Südafrikanerin aber gerechnet werden, auch was die Qualifikation für die Europameisterschaften in Budapest angeht.

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