Sarah Poewe krönt die Bilanz des SV Bayer Wuppertal bei der Deutschen Meisterschaft mit dem Titel über 100 Meter Brust. Talent Christian vom Lehn holt Bronze und Staffelsilber.

Sarah Poewe reckt den in Arm Siegerpose. Über 100 Meter Brust ließ sie auch ohne Wunderanzug die nationale Konkurrenz hinter sich.
Sarah Poewe reckt den in Arm Siegerpose. Über 100 Meter Brust ließ sie auch ohne Wunderanzug die nationale Konkurrenz hinter sich.

Sarah Poewe reckt den in Arm Siegerpose. Über 100 Meter Brust ließ sie auch ohne Wunderanzug die nationale Konkurrenz hinter sich.

dpa

Sarah Poewe reckt den in Arm Siegerpose. Über 100 Meter Brust ließ sie auch ohne Wunderanzug die nationale Konkurrenz hinter sich.

Wuppertal. Mit einem perfekten Rennen im A-Finale über 100m Brust hat Sarah Poewe von der SGBayer bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin für einen goldenen Abschluss ihres Teams gesorgt. Mit ihrer Siegerzeit von 1:07,57 Minuten qualifizierte sich die 26-Jährige für die Weltmeisterschaften vom 17. Juli bis 2. August in Rom.

Für Sarah Poewe war es der 15. Deutsche Meistertitel, seit sie 2002 aus Südafrika zur SG Bayer wechselte. Von Beginn an führte sie das Achter-Feld an. Die ersten 50 Meter legte sie in 31,37 Sekunden zurück und war damit schneller als beim Gewinn ihrer Bronzemedaille über 50 Meter. Auf der zweiten Bahn kontrollierte sie das Feld und konnte am Ende sogar noch zulegen. "Das ist Wahnsinn, damit habe ich nicht gerechnet", jubelte Poewe.

Dabei war sie am Tag vor dem Finale wegen der diese Meisterschaften beherrschenden Wunderanzug-Diskussion noch sehr verunsichert. "Als ich gesehen habe, dass Schwimmerinnen mit dem neuen Material eine halbe Sekunde schneller waren als vorher, ohne dass sie mehr oder anders trainiert haben, hat mir das sehr zu denken gegeben. Ich habe mir dann am Abend vor dem Finale auch einen neuen Anzug besorgt und gehofft, dass es etwas hilft, auch wenn es nicht das Top-Modell war. Den Stress, den sich hier alle wegen der Wunderanzüge machen, finde ich zum Kotzen. Mit Sport hat das alles nichts mehr zu tun. Aber bis Rom wird das sicher noch so weitergehen", sagte Poewe.

Für eine Überraschung sorgte am Sonntag noch Christian vom Lehn. Über 200m Brust gewann der 17-Jährige in 2:13,65 Minuten die Bronzemedaille. Seine persönliche Bestzeit steigerte er um mehr als zwei Sekunden. "Ich hatte gehofft, dass Christian in zwei Wochen bei den Jugendeuropameisterschaften eine 2:14 schwimmen kann. Dass er jetzt noch eine ganze Sekunde schneller war, ist unglaublich", staunte sein Trainer Farshid Shami und freute sich auch über vom Lehns Silbermedaille mit der abschließenden 4x100m-Lagenstaffel.

Steffen Driesen (Uerdingen), Björn Koch (Uerdingen) und Christoph Fildebrandt komplettierten das Bayer-Quartett, das in 3:43,02 Minuten hinter Essen anschlug.

Auch die übrigen Bayer-Akteure zeigten noch einmal sehr gute Leistungen. Lukas Nattmann verbesserte als Zweiter des B-Finals über 200m Schmetterling seine persönliche Bestzeit um weitere 1,3 Sekunden auf 2:03,61 Minuten.

Nicole Stäblein steigerte sich über 200m Rücken um acht Zehntel auf 2:20,77 und wurde Fünfte im B-Finale.

Ihre zweite Medaille in der Jahrgangswertung gewann Pia Hartwig über 1500m Freistil. In 17:32,87 holte die 18-Jährige Bronze im Jahrgang 1991 (offene Klasse: Rang 17).

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