Auf Küllenhahn werden die deutschen Mannschaftsmeister ermittelt.

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Britta Steffen geht als Punktesammlerin für die SG Neukölln-Berlin an den Start.

Britta Steffen geht als Punktesammlerin für die SG Neukölln-Berlin an den Start.

dpa

Britta Steffen geht als Punktesammlerin für die SG Neukölln-Berlin an den Start.

Wuppertal. Mit dem Endkampf der 1. Bundesliga um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Schwimmen (DMS) sieht Wuppertal am Samstag und Sonntag im Heinz-Hoffmann-Leistungszentrum eine Veranstaltung der Extraklasse. Mit Ausnahme des Doppelweltmeisters von Rom, Paul Biedermann, trifft sich auf Küllenhahn die gesamte deutsche Schwimmelite. Jeweils 14 Frauen- und Männermannschaften ermitteln die deutschen Mannschaftsmeister und die Absteiger in die zweite Liga.

Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom SV Bayer, der bereits seit Wochen mit der Vorbereitung beschäftigt ist. Bei der DMS ist es die mannschaftliche Geschlossenheit, die über Sieg und Niederlage entscheidet. Jedes Team bestreitet 17 Einzelwettkämpfe in allen Schwimmlagen, die an einem Tag zweimal geschwommen werden müssen. Jeder Aktive darf dabei nur insgesamt fünf Mal eingesetzt werden. Hier ist das taktische Geschick der Trainer gefragt, denn nicht die Spezialisten auf einzelnen Strecken, sondern die Vielseitigkeit des gesamten Teams gibt den Ausschlag. Die erzielten Zeiten der einzelnen Wettkämpfe werden in Punkte umgewandelt.

Da bei der DMS die Platzierung ständig wechselt, ist für Spannung pur gesorgt. Es gibt keinen anderen Schwimmwettkampf, bei dem die Stimmung auch nur annähernd so überschwappt, wie bei der DMS.

Die jeweils 14 auf Küllenhahn startenden Frauen- und Männermannschaften haben vor zwei Wochen in einem Vorkampf ermittelt, wer in der Abstiegsrunde und wer in der Meisterrunde schwimmt.

In der Meisterrunde, in der die neuen Titelträger ermittelt werden, liegen bei den Frauen die SG Essen und bei den Männern der SV Würzburg auf Platz eins. Während die Essener Frauen einen komfortablen Vorsprung von mehr als 2000 Punkten haben, geht es bei den Männern richtig knapp zu. Hier liegt die SG Essen als Zweiter nur 400 Punkte hinter den Würzburgern.

Britta Steffen (SG Neukölln-Berlin) Doppel-Olympiasiegerin 2008 50 und 100m Freistil; Doppel-Weltmeisterin 2009 50m und 100m Freistil; Weltrekordhalterin 50m und 100m Freistil; Deutsche Sportlerin des Jahres 2008

Daniela Samulski (SG Essen) Zweifache Silbermedaillengewinnerin der WM 2009 50m Rücken und 4x100-m-Freistil; Europarekordhalterin 50m Rücken.

Sarah Poewe (SG Bayer) Dreifache Olympiateilnehmerin Bronzemedaillengewinnerin der WM 20094x100-m-Lagen; Bronze Olympische Spiele 2004 4x100-m- Lagen; zweifache Kurzbahnweltmeisterin 50 und 200m Brust; fünffache Kurzbahn-Europameisterin.

Antje Buschschulte (SC Magdeburg) Fünf Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen; Weltmeisterin 2001 4x100-m-Freistil Weltmeisterin 2003 100m Rücken Vizeweltmeisterin 2005 100m Rücken, 4x100m Freistil neunzehnfache Europameisterin auf Lang- und Kurzbahn

Thomas Rupprath (SV Würzburg) 78-facher Deutscher Meister; 56 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften; Europarekordhalter 50m Rücken.

Helge Meeuw (SG Frankfurt) Vizeweltmeister 2009 in Rom 100m Rücken, 2005 Peking Vierter Olympische Spiele 4x100m-Lagen; Europameister 2006 50m Rücken.

Spannend wird es auch in der Abstiegsrunde. Ausrichter SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen konnte sich im Vorkampf in Hannover mit den Frauen und Männern leider nicht für die Meisterrunde der besten sieben Mannschaften qualifizieren und muss mit beiden Teams in der Abstiegsrunde antreten. Das bereits zur Verfügung stehende Punktepolster ist bei beiden allerdings so groß, dass der Abstieg kein Thema sein dürfte. Die Abstiegsrunde wird am Samstag ausgetragen, der Endkampf der Meisterrunde findet am Sonntag statt. Beginn des ersten Abschnitts im Heinz-Hoffmann-Bad auf Küllenhahn ist jeweils um 12 Uhr, der zweite Abschnitt beginnt an beiden Tagen um 16 Uhr.

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