Walbusch-Jugendstiftung unterstützt Wuppertaler und Solinger Gymnasien beim Austausch mit Asien.

Walbusch-Jugendstiftung unterstützt Wuppertaler und Solinger Gymnasien beim Austausch mit Asien.
Mit typisch indischen Kleidungstücken und anderen Geschenken sind die Schüler und Lehrer von ihren Gastfamilien verabschiedet worden. Schulen aus Wuppertal und Solingen haben teilgenommen.

Mit typisch indischen Kleidungstücken und anderen Geschenken sind die Schüler und Lehrer von ihren Gastfamilien verabschiedet worden. Schulen aus Wuppertal und Solingen haben teilgenommen.

Christian Beier

Mit typisch indischen Kleidungstücken und anderen Geschenken sind die Schüler und Lehrer von ihren Gastfamilien verabschiedet worden. Schulen aus Wuppertal und Solingen haben teilgenommen.

Dieser Schüleraustausch wirkt nach. Noch überwältigt von den gesammelten Eindrücken schildern Leonard und Jana ihre Erlebnisse in Fernost. Der 16-Jährige besucht das Solinger Gymnasium Schwertstraße und war mit 13 Mitschülern und zwei Lehrern zwei Wochen in Indien unterwegs. Dort hat auch die 15 Jahre alte Jana vom Gymnasium Bayreuther Straße in Wuppertal unvergessliche Tage erlebt. Beide Schulen wurden beim Schüleraustausch von der Walbusch Jugendstiftung unterstützt.

Wuppertaler

Schulzeit

Der Auslandsaustausch und die Sprachförderung sind zwei Ziele der Stiftung. Sie wurde vor zehn Jahren gegründet, um nach dem Motto „Zukunft durch Bildung“ die Chancengleichheit junger Menschen zu fördern. Dazu gehören die Austauschprojekte der beiden Schulen mit Indien und China, die die Stiftung unter der Überschrift „Bildungsaustausch Deutschland - Asien“ als inspirierendes Beispiele einer herausragenden Projektarbeit fördert.

Der Austausch des Solinger Gymnasiums mit Indien wird seit 2010 von der Stiftung unterstützt. Zwei Wochen waren die Schüler und ihre betreuenden Lehrer dort unterwegs. In der ersten Woche stand zunächst eine Rundreise durch den Norden des Landes mit der Hauptstadt Neu-Delhi und dem Taj Mahal in Agra auf dem Programm. Die zweite Woche haben die Schüler bei Gastfamilien verbracht und die indische Partnerschule besucht.

Die Schüler erleben große Unterschiede zu ihrem Leben

„Wir haben sehr große Unterschiede zu unserem Leben gesehen“, schildert Leonard seine Erlebnisse. Beeindruckt habe ihn und seinen Mitschülerinnen Friederike (16) und Emilia (16) vor allem die ihnen entgegengebrachte Gastfreundschaft. Leonard hat aber auch gemerkt, „wie froh ich sein kann, in Deutschland zu leben“. Auch wenn sein Englisch-Lehrer Manfred Mayr, der bereits zum vierten Mal eine Solinger Schülergruppe nach Indien begleitet hat, davon spricht, dass die Armut in Indien nicht mehr so deutlich zu sehen sei wie bei den früheren Fahrten.

„Dankbar für die Chance, einen Systemwechsel erleben zu können“, ist Hildegard Harvix, Lehrerin am Gymnasium Sedanstraße. Ihre Schule kooperiert mit weiteren Wuppertaler Gymnasien (Kothen, Johannes Rau, Wilhelm Dörpfeld) sowie der Friedrich-Bayer-Realschule und der privaten Herderschule beim Indien- und China-Austausch. Am Solinger Gymnasium lief der Austausch bisher nur in eine Richtung. „Wir hoffen aber, dass indische Schüler im Juni 2018 zu uns kommen“, sagt Mayr. Die Wuppertaler Schulen sind da schon weiter. Dort gibt es jedes Jahr einen Gegenbesuch. Hier wie dort müsse den teilnehmenden Schülern bewusst sein, dass es keine Urlaubsreise sei. Die Fahrt ist eingebunden in das Projekt „Indisch-deutsches Klassenzimmer“. Dabei stehen die Schüler über ein Jahr via Internet im ständigen Kontakt miteinander und arbeiten gemeinsam an Themen wie dem Klimawandel. Durch den Austausch wird noch etwas erreicht: „Die Freundschaft und die Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen bleiben“, sagt Jana.

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