Durch einen von Benni Nusch abgefälschten Schuss gewinnt der RSC Cronenberg in Remscheid mit 7:6 (4:2).

Rollhockey
Mark Wochnik jubelt über den Derbysieg in letzter Sekunde. Am entscheidenden Treffer zum 7:6 war er beteiligt.

Mark Wochnik jubelt über den Derbysieg in letzter Sekunde. Am entscheidenden Treffer zum 7:6 war er beteiligt.

Holger Battefeld

Mark Wochnik jubelt über den Derbysieg in letzter Sekunde. Am entscheidenden Treffer zum 7:6 war er beteiligt.

Wuppertal. Das bergische Derby im Rollhockey zwischen der IGR Remscheid und dem RSC Cronenberg wurde seinem Ruf gerecht. Knisternde Spannung bis zur letzten Sekunde und Kampf auf Biegen und Brechen begeisterten die 400 Zuschauer, die am Ende einen knappen 7:6-Sieg des amtierenden deutschen Meisters miterlebten.

RSC schien nach der 5:2-Führung auf der sicheren Siegerstraße zu sein

Zunächst freuten sich die RSC-Fans über die frühe Führung der Löwen durch Benni Nusch. Als jedoch der gefährlichste Remscheider, Yannick Peinke, innerhalb von zwei Minuten die Führung der Wuppertaler in ein 2:1 für die Gastgeber umwandelte, meldeten sich die Remscheider Fans zu Wort. Doch die Löwen antworteten selbstbewusst und reagierten überlegt. Herrlich herausgespielte Treffer von Mark Wochnik und Jens Behrendt sorgten für eine deutliche 4:2-Halbzeitführung der Cronenberger.

Marco Bernadowitz verpasste es kurz nach Wiederanpfiff, den Vorsprung nach dem zehnten Remscheider Teamfoul auszubauen. Dies gelang Wochnik wenig später mit einem herrlichen Solo, als er gekonnt den Ball über den ausgespielten Keeper in die Maschen setzte.

Nach diesem deutlichen Vorsprung verlor der RSC allerdings den Faden und wurde leichtsinnig. Yannick Peinke verkürzte nach dem zehnten Teamfoul des RSC im Nachschuss und baute so seine Mannschaft auf. Innerhalb kürzester Zeit erbrachten zwei weitere Treffer der Gastgeber den 5:5-Gleichstand. Das bereits entschieden geglaubte Derby war wieder offen.

Dann bewies Behrendt seine Cleverness, als er einen Fehler in der Remscheider Abwehr nutzte und den RSC erneut in Führung brachte. Doch die Remscheider gaben sich keinesfalls geschlagen. In der vorletzten Minute erzielte Yannick Peinke mit seinem vierten Treffer das 6:6.

IG Remscheid Mattusch, Kreidewolf, Nikolajko, Peinke, M. Wilk, Brockmann, Selbach, Peters, Schinkowski, Wiegershaus
RSC Cronenberg Basti Wilk, Jötten (n.e.), Schmahl, Coelho, Haupt, Bernadowitz, Wochnik, Velte, Behrendt, Nusch.
Tore 0:1 Nusch (3.), 1:1 Peinke (9.), 2:1 Peinke (10.), 2:2 Haupt (10.), 2:3 Wochnik (16.), 2:4 Behrendt (22.), 2:5 Wochnik (32.), 3:5 Peinke (38.), 4:5 Nikolajko (39.), 5:5 Wilk (41.), 5:6 Behrendt (41.), 6:6 Peinke (49.), 6:7 Nusch (50.).
Nächstes Bundesligaspiel Samstag, 14. Januar, 16 Uhr, TUS Düsseldorf - RSC Cronenberg

Als sich die Zuschauer schon mit einem Unentschieden abgefunden hatten, lenkte Nusch einen Schuss von Mark Wochnik wenige Sekunden vor dem Ende zum Siegtreffer ab. Darüber freute sich der Torschütze diebisch, denn er hatte Remscheids Keeper Mathias Mattusch keine Abwehrchance gelassen.

Steup: Zufrieden mit dem Team, unzufrieden mit den Schiedsrichtern

„Wir haben ein typisches Derby gesehen, das zwar spielerisch nicht so viele Höhepunkte hatte, aber durch den verbissenen Kampf bestach und daher bis zur letzten Sekunde für Hochspannung sorgte. Für uns ist wichtig, dass wir durch den Sieg den Kontakt zu Iserlohn gehalten haben“, sagte RSC-Trainer Sven Steup.

Nach zwei spiel- und fast trainingsfreien Wochen, in denen seine Spieler ihren Akku wieder aufladen sollten, war er mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden. „Das war eine ganz ordentliche Partie, um wieder reinzukommen in den Ligaalltag. Wir haben nach dem 5:2 zwei Gänge zurückgeschaltet und dem Gegner so zurückkommen lassen. Über die Schiedsrichterleistung möchte ich nichts sagen.“

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