RSC Cronenberg macht es beim 7:5-Erfolg gegen den HSV Krefeld unerwartet spannend.

Luis Coelho (r.) und Lowie Boogers durften doch noch jubeln.   
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Luis Coelho (r.) und Lowie Boogers durften doch noch jubeln. (Archiv

Luis Coelho (r.) und Lowie Boogers durften doch noch jubeln. (Archiv

Wolfgang Westerholz

Luis Coelho (r.) und Lowie Boogers durften doch noch jubeln. (Archiv

Wuppertal. Mit einem 7:5-Erfolg beim HSV Krefeld holte der RSC Cronenberg am zweiten Spieltag wichtige Punkte und schob sich an die Tabellenspitze. Allerdings staunten die mitgereisten Croneberger Fans nicht schlecht über die starke Gegenwehr des jungen Teams aus der Seidenstadt.

Schon nach drei Minuten brachte Marco Bernadowitz auf Pass von Luis Coelho das Team von Sven Steup in Führung. Es folgte ein Penalty gegen den RSC, den die Krefelder zum 1:1 verwandelten. Hatten die Löwen den Gegner unterschätzt? Die letzten Minuten der ersten Hälfte gingen an die Gastgeber, die mit einer 3:1-Führung in die Pause gingen.

Sven Steup rüttelte sein Team, dem die Stammkräfte Haupt und Velte fehlten, in der Kabine wach. Das zehnte Teamfoul der Gastgeber nutzte Marco Bernadowitz per Penalty zum Anschlusstreffer. Ein Rückschlag war die blaue Karte für Benjamin Nusch. Den fälligen Penalty hielt Keeper Bastian Wilk.

Der RSC musste nun aber zwei Minuten in Unterzahl spielen. Trotz Unterzahl startete Luis Coelho zu einem Konter und wurde im gegnerischen Strafraum gelegt. Den Penalty verwandelte Marco Bernadowitz zum 3:3. Jens Behrendt brachte die Wuppertaler eine Minute später erstmals in Führung.

Marco Bernadowitz hatte nach dem 15. Teamfoul der Gastgeber die Chance, die Führung auszubauen. Doch Krefelds guter Torhüter Marcel Haas parierte. Der RSC-Torjäger legte wenig später alle Kraft in einen Gewaltschuss aus spitzem Winkel und traf zum 5:3 für den RSV. Gleich nach dem Anstoß war Krefeld aber wieder an der Reihe, denn Mannschaftskapitän Nik Fichtner verkürzte auf 5:4.

RSC Cronenberg: Wilk, O.Jötten, Schmahl, H.Jötten, Coelho, Behrendt, Bernadowitz, Nusch, Boogers, Trelle.

Schiedsrichter: Thissen/Ehlert (Recklinghausen)

Tore: 0:1 Bernadowitz (3.); 1:1 Becker (6.); 2:1 Kluschewski (22.); 3:1 Hilbertz (24.); 3:2 Bernadowitz (29.); 3:3 Bernadowitz (32.); 3:4 Jens Behrendt (33.); 3:5 Bernadowitz (38.); 4:5 Fichtner (38.); 4:6 Martin Schmahl (40.); 5:6 Carsten Becker (45.); 5:7 Coelho (50.).

Martin Schmahl gab postwendend die Antwort und brachte den RSC zehn Minuten vor Ende mit 6:4 in Führung. Alles schien gelaufen, doch fünf Minuten vor dem Ende gelang den Gastgebern erneut der Anschlusstreffer. Das Match stand auf des Messers Schneide.

In der Schlussphase riskierte Krefelds Coach Jörg Kluschewski alles und brachte für den Torhüter (nach neuer Regel erlaubt) einen fünften Feldspieler. Dies nutzte Coelho zum entscheidenden 7:5 für die Löwen. RSC-Trainer Sven Steup: "Wir haben heute in Krefeld zwar keine überzeugende Leistung gebracht, aber wichtige Punkte geholt."

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