Mit Koblenz muss der frühere WSV-Trainer bei null anfangen.

FUßBALL
Wenn der WSV am Samstag um 18 Uhr in Koblenz antritt, gibt es ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Michael Dämgen, der jetzt die TuS coacht.

Wenn der WSV am Samstag um 18 Uhr in Koblenz antritt, gibt es ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Michael Dämgen, der jetzt die TuS coacht.

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Wenn der WSV am Samstag um 18 Uhr in Koblenz antritt, gibt es ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Michael Dämgen, der jetzt die TuS coacht.

Wuppertal. Michael Dämgen hatte am Mittwochabend ein Déjá-vu. Der Trainer der TuS Koblenz musste mit seiner Mannschaft beim VfL Bochum II in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zum 3:3 hinnehmen. „Das ist mir mit dem Wuppertaler SV vor einem Jahr beim 2:2 ja schon mal passiert“, sagte Dämgen. Nun folgte für den 50-Jährigen in der Lohrheide der erneute Verlust von zwei schon sicher geglaubten Punkten. Und erneut hieß der Bochumer Torschütze Oliver Zech.

Dämgen rechnet sich auch gegen den „Favoriten WSV“ etwas aus

So muss die TuS Koblenz als Vorletzter weiter auf ihren ersten Saisonsieg warten, kam im vierten Spiel immerhin zu den ersten Toren. „Einerseits freue ich mich natürlich darüber, andererseits müssen drei Auswärtstreffer eigentlich reichen, um zu gewinnen“, sagte Dämgen. Er hofft, dass dies am Samstag (18 Uhr, Stadion Oberwerth) gegen seinen ehemaligen Verein gelingt. „Auch wenn die Favoritenrolle auf Seiten des WSV liegt, haben wir eine Chance. Wir waren schon beim 0:0 gegen Rot-Weiss Essen nah dran, und unsere Moral ist gut.“

Zu verlieren haben die Koblenzer nichts. Am Deutschen Eck sind sie froh, dass sie überhaupt in der Regionalliga mitspielen dürfen. Denn der Tabellen-Elfte der vergangenen Drittliga-Saison stand kurz vor der Insolvenz und dem Rückzug in die sechstklassige Rheinlandliga. Statt Brohltal und Bad Breisig heißen die Gegner nun zumindest Essen und Wuppertal und das, obwohl die dazu nötigen Unterlagen 52 Minuten zu spät beim DFB eintrafen.

Schon im Frühjahr 2008 gab es in der 2. Liganur einen Abzug von acht Punkten statt des eigentlich fälligen Zwangsabstiegs. Damals hatten die Koblenzer ihre Transferaktivitäten mit 800 000 Euro angegeben, kamen aber nach den Verpflichtungen der Spieler Marko Lomic und Branimir Bajic (aktuell MSV Duisburg) auf 2,3 Millionen. Eine Frage der Zeit, wann das Kartenhaus dieser Vereinspolitik zusammenfallen würde. Im Sommer passierte es, und nun soll Michael Dämgen beim Neuaufbau für ein stabileres Fundament sorgen. Viele Spieler haben den Verein verlassen, wie Dennis Brinkmann, der zum WSV ging. „Wir haben ein ordentliches Team“, sagt Dämgen und möchte dies den WSV spüren lassen. Von dem hatte er sich im Sommer wegen unterschiedlicher Auffassungen bei der Weiterentwicklung des Teams getrennt.

Beim WSV fällt Bekim Kastrati verletzungsbedingt aus. Mit dem WZ-Liveticker können Sie ab 17.30 Uhr auf Ballhöhe sein.

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