Das 17-jährige Rollhockey-Talent des RSC Cronenberg war die Entdeckung der U 20-WM und schnuppert schon Bundesligaluft.

Das 17-jährige Rollhockey-Talent des RSC Cronenberg war die Entdeckung der U 20-WM und schnuppert schon Bundesligaluft.
Lucas Seidler strahlt: Der Sprung von der Jugend in den Seniorenbereich ist dem Cronenberger Rollhockey-Talent schon gut gelungen.

Lucas Seidler strahlt: Der Sprung von der Jugend in den Seniorenbereich ist dem Cronenberger Rollhockey-Talent schon gut gelungen.

Nadine Schlesinger

Lucas Seidler strahlt: Der Sprung von der Jugend in den Seniorenbereich ist dem Cronenberger Rollhockey-Talent schon gut gelungen.

Mit gerade 17 Jahren schon 1. Bundesliga spielen: Für Rollhockey-Talent Lucas Seidler vom RSC Cronenberg ist dieser Traum vor wenigen Wochen gegen Krefeld erstmals für ein paar Minuten wahr geworden. Auch heute im Spitzenspiel bei Germania Herringen (18 Uhr) wird Trainer Marc Berenbeck in erster Linie an Lucas denken, wenn es gilt, seinen nur noch vier Routiniers auf dem Feld mal eine Pause zu gönnen.

„Lucas hat einen Lauf“, sagt Berenbeck über die tolle Entwicklung, die Seidler, der beim RSC seit 2005 alle Jugendmannschaften durchlief, gerade in letzter Zeit genommen hat. „Bei der jüngsten U 20-WM in Spanien war er die Entdeckung im deutschen Team“, berichtet Berenbeck, der über seinen Routinier Jordi Molet – einer der Trainer der deutschen U 20 – steten Kontakt gehalten hatte.

Lucas Seidler wurde dort mit sieben Treffern am Ende bester deutscher WM-Torschütze. „Anfangs hatten mich unsere Trainer für die Startformation noch nicht so auf dem Zettel, doch nachdem ich ihnen im Training und in zwei Vorbereitungsspielen gefallen habe, habe ich gegen England gleich begonnen“, erzählt Lucas Seidler.

Für ihn war die WM sein erstes großes internationales Turnier und gleichzeitig Ansporn dranzubleiben. Rollhockey und insbesondere die Gemeinschaft beim RSC sind für ihn ohnehin wie eine Familie. Jan Vester, mit dem er schon gemeinsam im Kindergarten war, hatte ihn einst einfach mal zum Rollhockey mitgenommen. „Und ich bin da hängengeblieben“, so Lucas Seidler. Der gleichaltrige Vester hat bereits im vergangenen Jahr seine Feuertaufe in der Bundesligamannschaft bestanden, jetzt zieht Lucas nach. Beide sind Freunde und Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums, wo sie im kommenden Jahr ihr Abitur machen wollen.

Für die WM von der Schule problemlos freigestellt

Die Freistellung für die WM war übrigens kein Problem. Die Klausuren darf Lucas Seidler nachschreiben. Er lernt dafür jetzt in den Herbstferien. Daneben absolviert er gerade einen Führerschein-Crash-Kurs, weil das Rollhockeytraining im Alltag keine Zeit für die Pflicht-Theoriestunden lassen würde.

19. Mai 1998 in Wuppertal

Drei Schwestern, von denen Lara (15) und Lea (18) ebenfalls Rollhockey-Bundesliga spielen und zwar beim Team Dörper Cats des RSC. Gegenseitig feuert man sich bei Heimspielen an.

Lucas spielt seit 2005 beim RSC, hat mit den Jugendmannschaften schon diverse Meistertitel geholt. „Es macht natürlich Spaß, wenn man so oft gewinnt“, sagt er.

Carl-Fuhlrott-Gymnasium, Jahrgangsstufe 12.

Dreimal die Woche ist mit der ersten Mannschaft Training. Teilweise trainiert Seidler noch zweimal mit dem Regionaliga-Team, in dem er ebenfalls spielt. „Da habe ich viel Spielpraxis, und es ist für mich kein Problem, wenn ich im Bundesligateam länger auf der Bank sitze.

Marc Berenbeck traut seinem Schützling zu, dass seine Einsätze immer häufiger und länger werden. „Er bringt unheimlich viel Spielfreude mit, experimentiert gerne und schaut sich Tricks von Jordi ab“, so Berenbeck. Körperlich muss Lucas Seidler trotz seiner bereits gut 1,80 Meter Körpergröße noch etwas zulegen. „Ich spüre, dass die anderen da noch stärker sind und muss versuchen, mich eben anders durchzusetzen“, sagt Lucas Seidler. Er nimmt sich vor, immer einen Schritt schneller zu sein. Da sind seine erst 17 Jahre dann kein Hindernis.

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