Bei der 25:28-Niederlage gegen die Reserve des BHC fehlt es an der nötigen Klasse.

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Fabian Düllberg sah gegen den LTV die rote Karte. (Archivfoto)

Fabian Düllberg sah gegen den LTV die rote Karte. (Archivfoto)

Fabian Düllberg sah gegen den LTV die rote Karte. (Archivfoto)

Wuppertal. Aus: Der LTV steigt nach der 25:28 (12:13)-Schlappe bei der Zweitvertretung des BHC in die Verbandsliga ab und fügt dem tristen Bild, das der Wuppertaler Sport im Jahr 2010 bietet , noch einen weiteren düsteren Farbtupfer hinzu. Bitter vor allem, weil die Langerfelder nach dem Sieg des TB Wülfrath gegen die SGDülken am Samstag den Klassenerhalt selbst in der Hand gehabt hätten. Ein Unentschieden hätte gereicht, und am kommenden Samstag hätte es in der Heckinghauser Halle ein Abstiegs-Finale gegen Dülken gegeben.

Es waren nicht die bei solchen Anlässen gern bemühten Schiedsrichter, denen man den doppelten Punktverlust ankreiden konnte. Es war auch nicht der fehlende Einsatz, sondern schlicht und einfach die mangelnde Klasse mit der man beste Chancen ausließ, technische Fehler produzierte und taktische Fehler beging. "Wenn Du so ein Spiel nicht gewinnst, welches denn sonst", sagte ein zutiefst deprimierter Ole Hölzel und war danach zu keinem weiteren Kommentar bereit.

An die gute Leistung der Vorwoche gegen den Aufsteiger TVAdekerk konnte kaum einer der Spieler anknüpfen. Acht Zeitstrafen und zwei rote Karten (Joost nach der dritten Zeitstrafe, Morten Pauls nach einem dummen Frustfoul, nachdem er vorher den Ball verdaddelt hatte) unterstrichen, dass sich niemand hängen ließ. Doch auf Seiten der Solinger - neben dem LTV Gründungsmitglieder des BHC - gab es einfach die besseren Einzelspieler wie den großartigen Rechtsaußen Marcel Billen, den durchsetzungstarken Kreisläufer Lars Henkels und den baumlangen Rückraum-Schützen Fabian Düllberg, der Mitte der zweiten Hälfte die rote Karte nach der dritten Zeitstrafe sah. Eine "Vorlage" der ordentlich pfeifenden Schiedsrichter, aus der der LTV keinen Nutzen zog, ebensowenig wie aus den 15 Klasseparaden von Benedikt Köß und dem parierten Siebenmeter von Ersatztorwart Baermann. Nach ausgeglichener erster Halbzeit setzte sich die klüger spielenden Gastgeber i ab und gewannen auch dank der großartigen Torhüterleistung von Thorsten Niepenberg verdient.

LTV: Köß (ab 55. Baermann), Somnitz, Joost, Nigro (6), Obermeier (1/1), Wohlgemuth, Kostros (8/4), Koljkovic, Malte Pauls(2), Barnsteiner, Morten Pauls(3), Graf (4), Maly. Schiedsrichter: Atucoramoglu/ Kandemir (Duisburg)

Zuschauer: 200

Siebenmeter: 4/3 : 6/5

Zeitstrafen: 14 Min.: 16 Min.

Rot: Düllberg, Knische - Joost, Morten Pauls.

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