Nach seinem Abitur engagiert sich der talentierte Handballer für die sportliche Ausbildung in den Grundschulen.

Nach seinem Abitur engagiert sich der talentierte Handballer für die sportliche Ausbildung in den Grundschulen.
Im Regionalligateam des Bergischen HC ist der Rechtshänder eine feste Größe. Er hofft auf den Sprung in den Profikader.

Im Regionalligateam des Bergischen HC ist der Rechtshänder eine feste Größe. Er hofft auf den Sprung in den Profikader.

Im Regionalligateam des Bergischen HC ist der Rechtshänder eine feste Größe. Er hofft auf den Sprung in den Profikader.

Jonas Dell hat seine erste Schul-AG bereits übernommen. Weitere in anderen Schulen werden folgen.

Kurt Kosler, Bild 1 von 3

Im Regionalligateam des Bergischen HC ist der Rechtshänder eine feste Größe. Er hofft auf den Sprung in den Profikader.

Jonas Dell standen die Türen offen, nachdem er sein Abitur an der Friedrich-Albert-Lange-Schule in Solingen bestanden hatte. „Aber ich wusste nicht genau, was ich beruflich machen sollte“, blickt der Handballer des Bergischen HC zurück. „Eine Profikarriere ist mein absoluter Traum.“

Um seinem Traum eine Chance zu geben, bewarb sich der 19-Jährige beim Solinger Sportbund für den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Die einjährige Orientierungsphase absolviert Dell inzwischen beim Bergischen HC, wo er es nicht nur in den Profikader geschafft hat, sondern sich auch für den Club im Nachwuchs engagiert.

Nach den Herbstferien hat Jonas Dell mit der Betreuung seiner ersten AG an der Solinger Grundschule Stübchen begonnen. „Neun Kinder sind derzeit dabei, die aber alle auch schon im Handballverein aktiv sind“, erläutert der Solinger. „Bald wird die AG aber auf 20 Kinder ausgestockt.“ Dazu übernimmt er ab dem 27. November einen Kurs an der Grundschule Erholungsstraße. „Und es soll noch eine weitere Schule hinzukommen.“

Insgesamt bietet der BHC unter der Federführung von Max Ramota an 15 Grundschulen Arbeitsgruppen an. „Im Moment findet das Programm nur in Solingen statt“, sagt der Grundschul-Koordinator. „Aber wir wollen kurzfristig Schulen in Wuppertal und Haan dazubekommen.“ Max Ramota freut sich über Jonas Dells Engagement. „Auch bei meinen Ferien-Camps war er schon dabei. Jonas ist unheimlich motiviert. Das erleichtert meine Arbeit sehr.“ So war Dell auch an der Vorarbeit zu den AGs beteiligt. „Wir haben einen Leitfaden erarbeitet, der bei allen AGs zum Einsatz kommt, damit alle ungefähr auf einer Linie sind“, erläutert Ramota.

Von dem Plan weicht Jonas Dell bei seinem ersten Kurs hin und wieder noch ab. „Das liegt an der sportlichen Erfahrung der Kinder. Mit ihnen kann ich handballspezifischere Übungen machen“, meint der 19-Jährige. „Das ist natürlich Luxus.“ Die Arbeit mit dem Nachwuchs macht Dell jedenfalls riesigen Spaß. „Die neun Kids, die ich bisher habe, sind sehr angenehm.“ Dass es auch anstrengender werden kann, weiß der Handballer aus den Ferien-Camps. „Aber auch das macht Laune.“

„In der ersten Mannschaft kann ich viel lernen und darf auf Einsätze hoffen.“

Jonas Dell, Nachwuchshandballer des Bergischen HC

Die Entscheidung zum BFD hat der Solinger nicht bereut. „Ich konnte darüber meinen Übungsleiterschein machen, darf alleine Kinder trainieren und bekomme meine Chance im Profikader. Ich fühle mich pudelwohl.“ Im Zweitliga-Team wartet Dell zwar noch auf sein erstes Tor, darf aber bereits auf einige Einsätze zurückblicken. Unter Sebastian Hinze trainiert er ausschließlich am Kreis. Eigentlich ist der 1,97 Meter große Spieler aber im linken Rückraum zu Hause. „Dort spiele ich auch weiterhin oft in der zweiten Mannschaft.“

Die Mischung zwischen 2. Liga und Regionalliga ist Herausforderung, Abwechslung und Spaß zugleich. „In der Zweiten bin ich einer der Leistungsträger und stehe bei den Spielen oft 60 Minuten auf dem Feld“, erläutert Dell. „In der Ersten bin ich in einer ganz anderen Rolle. Da kann ich viel lernen und auf Kurzeinsätze hoffen.“

Spielen beide Teams zeitgleich, dann tritt Jonas Dell in der Reserve an. Unter der Woche trainiert der Solinger aber fast nur im Profiteam unter Trainer Sebastian Hinze. „Die Bedingungen sind jetzt optimal. Es wird sich im Laufe der Saison zeigen, wo die Reise hingeht.“ Am liebsten natürlich Richtung Profikarriere.

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