Die ASV-Formationen wollen mit neuen Programmen an die Erfolge der Vorsaison anknüpfen. Viel Beifall bei der Vorstellung.

Jazz und Modern: Die ASV-Formationen wollen mit neuen Programmen an die Erfolge der Vorsaison anknüpfen. Viel Beifall bei der Vorstellung.
Arabesque mit neuer Choreografie sowie den beiden Tänzern Caesar Salas (vorn) und Jens Vorsteher.

Arabesque mit neuer Choreografie sowie den beiden Tänzern Caesar Salas (vorn) und Jens Vorsteher.

Klaus Elschner

Arabesque mit neuer Choreografie sowie den beiden Tänzern Caesar Salas (vorn) und Jens Vorsteher.

Wuppertal. „Wenn wir tanzen“, so hieß die Revue am Sonntag im Saalbau der Rudolf-Steiner-Schule, während der die vier Jazz- und Modern-Formationen des ASV ihre neuen Kürübungen vorstellten, mit denen sie in dieser Saison an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen wollen.

Schon bevor die Vorstellungen am Vor- und am Nachmittag begannen, gab es Ungewöhnliches zu sehen. Da saßen und standen Ensemble-Mitglieder des deutschen Vizemeisters „Arabesque“, wie die Brebeck-Schwestern, Amy Köhn, Lisa Riggio, Annika Schmitz oder Jens Vorsteher, in malerischer Pose regungslos im Saal und auf der Bühne mit unbewegter Miene wie die Wachsoldaten am Buckingham Palast. Erst als Moderator Christian Lisken das Wort ergriff, erwachten die „Statuen“ zum Leben und tanzten ein begeisterndes „Opening“, dem sich in Zusammenarbeit mit dem Ballett- und Tanzstudio Klaus 31 mitreißende Programmpunkte aus der Welt des Tanzes anschlossen.

Arabesque darf sich jetzt auf zwei Herren stützen

„Mannequin-Challenge heißt das“, erklärte Kyra-Anna Brebeck-Merg lächelnd den originellen Auftakt der mehr als zweistündigen Veranstaltung, der von den „passiven Aktiven“ enorme Körperbeherrschung und Disziplin verlangt. „Arabesque“, vielfacher deutscher Vizemeister und Titel-Gewinner 2013, tanzt diesmal nach dem Klavierkonzert Nr. 23 von Wolfgang Amadeus Mozart, und zwar neo-klassisch, ohne an Ballett zu erinnern. Klare Linien, angereichert mit einigen unorthodoxen Bewegungen und dem Vertrauen auf die Solo-Qualitäten von Louisa-Sophie Brebeck. Das rief jubelnden Applaus im zweimal nahezu ausverkauften Saalbau hervor.

Mit Freude registrierten Publikum wie auch Abteilungsleiterin und Chef-Trainerin Bettina Klaus-Brebeck, dass man sich in dieser Saison neben Jens Vorsteher auch auf den Mexikaner Caesar Salas als männliche Stütze verlassen kann. Der kraftvolle Mittelamerikaner hatte bei der Weltmeisterschaft in Wetzlar mit Louisa Sophie Brebeck die Bronze-Medaille im Duo Modern geholt und die damalige Kür jetzt auch mit seiner Partnerin im Saalbau gezeigt. Auch Louisas und Kyras „Spanische Tänze“, die WM-Silber bedeuteten, begeisterten am Sonntag.

Doch die beiden Brebeck-Schwestern glänzten nicht nur als Tänzerinnen, sondern auch mit überzeugender Arbeit als Trainerinnen. Kyra-Anna Brebeck-Merg hatte die Kinder-Formation „Chocolat“ neu aufstellen müssen, ebenso wie Schwester Louisa, deren Jugend-Team „Pirouette“ in neuer Besetzung in glänzend rotem Samt schon das erste Turnier gewonnen hat und möglichst im Frühjahr in Wuppertal die norddeutsche Meisterschaft gewinnen will.

Am kommenden Samstag hat Zweitligist „Flic-Flac“ Meisterschafts-Premiere in Ibbenbüren, während „Arabesque“ seine erste Bewährungsprobe am 11. März in Schermbeck bestehen muss.

Die Jugendformation „Pirouette“ tanzt ebenso wie „Chocolat“ (Kinderliga) am 5. März in Brühl. Am zweiten Mai-Wochenende sind Zweitliga, Jugend-Verbandsliga und Kinderliga im Sportzentrum Süd in Küllenhahn zu sehen.

„Flic-Flac“, der Zweitbundesligist, den Mutter Bettina und Tochter Kyra-Anna gemeinsam betreuen, kann sich über bestens ausgebildete Jung-Talente von Pirouette und etablierte Kräfte freuen und will wieder eine gute Rolle in der zweithöchsten Klasse spielen. Unabhängig von der Zugehörigkeit zu den einzelnen Formationen war allen die Freude an der Bewegung anzumerken, was auch bei der Ballett-Duo-Darbietung von Johanna Maurer und Maiva Elschner oder dem Modern-Solo von Johanna Maurer zu erkennen war. „Ohne Freude erzielt man auf Dauer keine guten Leistungen“, sagt Bettina Klaus-Brebeck, die die vielfach unverständlichen Wertungen der Kampfrichter nicht zum alleinigen Maßstab des Erfolges machen will. „Ich weiß auch so, dass es bei uns vorangeht.“

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