Nachwuchs-Dreispringerin Jana Rokitta (17) ist auf dem Sprung in die nationale Spitze.

Nachwuchs-Dreispringerin Jana Rokitta (17) ist auf dem Sprung in die nationale Spitze.
Jana Rokitta bei ihrem bislang weitesten Sprung bei der Jugend-DM in Ulm 2017.

Jana Rokitta bei ihrem bislang weitesten Sprung bei der Jugend-DM in Ulm 2017.

Fotostand/Fusswinkel

Jana Rokitta bei ihrem bislang weitesten Sprung bei der Jugend-DM in Ulm 2017.

An Leichtathletik hat Jana Rokitta schon immer Spaß gehabt, ist mit fünf Jahren in den Verein – damals den PSV Wuppertal – eingetreten und wird seitdem vom Ehepaar Corina und Thomas Ediger betreut. Zehn Jahre gehörte sie dem WSV an und seit Januar dem LAZ Wuppertal. Laufen und Springen, das ist ihre Welt, und wenn im Fernsehen Leichtathletik lief, war schon die kleine Jana stets begeistert dabei. Den Durchbruch zu überregionaler Klasse hat die bald 18-Jährige aber erst vor zwei Jahren geschafft, als sie auf Anraten ihres Trainers den Dreisprung für sich entdeckte.

Die Sportlerin

der Woche

Danach hob die mit 1, 83 Meter groß gewachsene Wuppertalerin regelrecht ab, schaffte auf Anhieb vordere Platzierungen, wurde 2017 Nordrhein- und NRW-Hallenmeisterin. Bei den Deutschen U 18-Meisterschaften 2017 gelang ihr der bislang weiteste Satz: 11,93 Meter bedeuteten Platz fünf, in den DLV-Bestenlisten steht sie auf Platz neun. „Wenn da viele Zuschauer sind und geklatscht wird, motiviert mich das besonders“, sagt Rokitta, die sich sehr gefreut hat, dass sie in dieser Woche als Wuppertaler Leichtathletin 2017 ausgezeichnet wurde.

„Das ist natürlich ein Ansporn, aber ich könnte mir ohnehin kein Leben ohne Leichtathletik vorstellen“, versichert sie. Nach ihrem Abitur am Carl-Fuhlrott-Gymnasium absolviert sie ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Kinderschutzbund, ist viermal die Woche bei der Elberfelder Kindertafel eingesetzt. Das lässt genügend Zeit fürs Training - das derzeit vier bis fünf Einheiten pro Woche umfasst, dazu Maßnahmen im NRW-Kader. Sogar Bundestrainer Charles Friedek, selbst ehemals Weltmeister, grüßt sie stets, wenn man sich auf Wettkämpfen sieht, seit sie im vergangenen Oktober an einer Bundeskadermaßnahme teilnehmen durfte. „Einmal international für Deutschland starten“ ist ihr Traum und so weit entfernt ist sie davon nicht. Die 13 Meter Qualifikationsnorm für die U 20-WM 2018 scheinen noch etwas hoch gegriffen. 12,90 Meter für die EM im nächsten Jahr aber nicht unrealistisch. Kurzfristig soll es über zwölf Meter gehen. Vielleicht bei der U 20-Hallen-DM Ende Februar. Nachdem sie zum Jahreswechsel wegen Krankheit drei Wochen lang nicht trainieren konnte, war sie aber zuletzt von ihrer Bestform noch ein Stück entfernt.

Von ihrem Potenzial ist Trainer Thomas Ediger überzeugt. „Sie hat das Rhythmusgefühl, das man für den Dreisprung braucht.“ Das ist nötig, um aus dem Hopp-Step-Jump drei Sprünge zu machen. Eigentlich sieht er das gertenschlanke Mädchen für den Hochsprung prädestiniert, aber da sie dort nicht so gut zurechtkam, sei man 2016 im Trainingslager auf Dreisprung gekommen. Wohin die Reise von Jana, deren Papa Zehnkämpfer war, noch geht, da ist Ediger gespannt. Sie will jedenfalls mit der Leichtathletik weitermachen und auch für das LAZ starten, wenn sie im Sommer ein Psychologiestudium aufnimmt. Da hat sie sogar ein Sportstipendium in den USA in Aussicht.

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