BHC-Trainer Hans-Dieter Schmitz vor dem Handball-Pokal-Knüller gegen den Erstligisten TuS Nettelstedt-Lübbecke.

BHC-Trainer Hans-Dieter Schmitz glaubt an eine Chance für sein Team gegen den Erstligisten Nettelstedt-Lübbecke. (Archiv
BHC-Trainer Hans-Dieter Schmitz glaubt an eine Chance für sein Team gegen den Erstligisten Nettelstedt-Lübbecke. (Archiv

BHC-Trainer Hans-Dieter Schmitz glaubt an eine Chance für sein Team gegen den Erstligisten Nettelstedt-Lübbecke. (Archiv

Uli Preuss

BHC-Trainer Hans-Dieter Schmitz glaubt an eine Chance für sein Team gegen den Erstligisten Nettelstedt-Lübbecke. (Archiv

Wuppertal. Am morgigen Samstag um 15 Uhr steht für den BHC in der Solinger Klingenhalle das Spiel des Jahres an: das DHB-Pokal-Viertelfinale gegen den Erstligisten TuS Nettelstedt-Lübbecke.

Eine historische Chance, wie Manager Stefan Adam sagt. Die Klingenhalle wird mit fast 3000 Zuschauern ausverkauft sein. Noch gibt es im Vorverkauf Karten. Sollten diese nicht restlos verkauft werden, liegen sie an der Tageskasse bereit. Die WZ sprach mit dem neuen BHC-Trainer HaDe Schmitz vor dem Duell des Zweitliga-Vierten gegen den Erstliga-Elften.

WZ: Wie schätzen Sie die Chancen ein?

Schmitz: Ein Sieg gegen Lübbecke wäre eine Sensation. Wenn man beide Mannschaften vergleicht, muss man zu dem Schluss kommen, dass wir realistisch gesehen keine Chance haben.

WZ: Wobei die letzten Testspielergebnisse der Lübbecker nicht so beeindruckend waren: 30:31 gegen den 15. der Bundesliga Hannover-Burgdorf und 27:27 gegen Nordhorn-Lingen, den Dritten der 2.Liga-Nord.

Rund 300 Karten sind an Gästefans gegangen, der Rest ist fest in BHC-Hand.

Der WDR plant für seine aktuelle Sportsendung ab 17.25 Uhr einen rund zehnminütigen Bericht von der Partie. Gibt es eine Sensation, hofft der BHC sogar auf Ausschnitte in der Sportschau.

Die Partie werden Colin Hartmann (Magdeburg) und Stefan Schneider (Barleben) leiten. Sie gehören dem Elite-Kader des Deutschen Handball-Bundes an.

Schmitz: Dazu muss man allerdings sagen, dass die drei polnischen Nationalspieler wegen der EM nicht in den Vorbereitungsspielen dabei waren und andere Akteure angeschlagen waren.

WZ: Jurecki, Siodmiak und Tluczynski stiegen erst gestern wieder ins Lübbecker Mannschaftstraining ein und haben von der EM zum Teil Blessuren davon getragen. Der Ex-Wuppertaler Heidmar Felixson und sein isländischer Kollege Olafsson sind ebenfalls angeschlagen. Könnten die Chancen des BHC vielleicht doch besser stehen als man denkt?

Schmitz: Ich gehe dennoch davon aus, dass Lübbecke alle Mann an Bord haben wird. Und - ob angeschlagen oder nicht - unser Gegner verfügt über eine sehr gefestigte Mannschaft mit einem klaren taktischen Konzept. Das hat Lübbecke in der Bundesliga in der Hinrunde stark gemacht. Sie haben im Dezember nur mit einem Tor Unterschied in Hamburg und Großwallstadt verloren und zuletzt daheim die Neckar-Löwen sogar mit 31:26 geschlagen. Wenn man bedenkt, dass die Lübbecker Spieler zusammen mehr als 400 Länderspiele bestritten haben, weiß man, über wie viel Routine sie verfügen. Wir bauen aber darauf, dass im Sport immer eine Sensation möglich ist. Wir müssen viel Mut zeigen und auch etwas Glück haben. Dann ist was möglich.

WZ: Sollte dem BHC die Überraschung gelingen, worauf können sich Ihre Spieler dann beim Final-Four einstellen?

Schmitz: Das Final-Four ist eine herausragende Veranstaltung. Ein unglaubliches Erlebnis vor 13000 Zuschauern in der Color Line Arena. Mit TuSEM Essen habe ich 2003 selbst daran teilgenommen. Und in den vergangenen Jahren bin ich zumindest immer als Zuschauer dort gewesen. Von der Atmosphäre her ist das gleichzusetzen mit einem EM- oder WM-Finale. Eine Teilnahme ist etwas für die Ewigkeit. Davon kann man noch seinen Kindern erzählen.

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