250 Zuschauer sehen in der Buschenburg die Partie Leverkusen gegen Izmir.

IHF-Pokal
Sandra (l.) und Mandy Münch vor dem Anpfiff in der mit Zusatztribünen ausgestatteten Buschenburg.

Sandra (l.) und Mandy Münch vor dem Anpfiff in der mit Zusatztribünen ausgestatteten Buschenburg.

Uwe Schinkel

Sandra (l.) und Mandy Münch vor dem Anpfiff in der mit Zusatztribünen ausgestatteten Buschenburg.

Wuppertal. Erst ein Erfolg der eigenen Mannschaft (siehe unten stehenden Artikel), dann 47 sehenswerte Europapokaltore beim locker herausgespielten 33:14-Erfolg von Bayer Leverkusen über den türkischen Vertreter Izmir: Für die Damen-Handballabteilung des TV Beyeröhde war es ein rundum gelungener Samstag Abend in der Langerfelder Buschenburg.

Aus Langerfelder Sicht standen die Beyeröhder Zwillinge Sandra und Mandy Münch, die seit vier Wochen ein Zweitspielrecht für Leverkusen besitzen, natürlich im Mittelpunkt. Auch wenn sie kurz zuvor noch 60 anstrengende Minuten lang für Beyeröhde auf dem Feld gestanden hatten, ließ Leverkusens Trainerin Heike Ahlgrimm den Beiden in ihrem sportlichen Wohnzimmer anschließend noch einmal je 20 Minuten Spielzeit.

Mandy Münch trifft zwölf Sekunden nach ihrer Einwechslung

Und die 250 Zuschauer konnten sehen, dass die beiden 22-Jährigen beim Erstligisten bereits gut eingebunden sind. Sandra gelang zwar kein Torerfolg, sie zeigte auf Halbrechts aber etliche gute Anspiele, die ihre Kolleginnen zu Treffern nutzten. Mandy erzielte nur zwölf Sekunden nach ihrer Einwechslung ihr erstes Europapokaltor zum 24:7-Zwischenstand.

Wie sie anschließend die Rolle der Spielmacherin interpretierte, gefiel auch ihrer Trainerin. „Beide sind sehr dynamisch, schnell und variabel einsatzbar“, sagte Ahlgrimm über das Zwillingspaar. Sie würden auch weiter ihre Einsatzzeiten erhalten, auch wenn jetzt einige Rekonvaleszenten zurückkehrten.

„Unsere erfahrenen Nebenleute helfen uns sehr, da können wir viel lernen“, strahlte Sandy Münch. Mit Kim Naidzinavicius, Lara Steinbach und Marlene Zapf hat sie drei deutsche Nationalspielerinnen als Nebenleute, dazu mehrere starke Ausländerinnen.

Begrüßung auf türkisch, Einnahmen bleiben beim TVB

Auch wenn Beyeröhdes Vorsitzender Norbert Koch auf ein paar mehr als die 250 Zuschauer gehofft hatte (davon rund 50 türkische, die für fröhliche Stimmung sorgten), konnte der Verein doch mit Stolz sagen, einen würdigen Rahmen für das Spiel geboten zu haben. Das war ursprünglich ein Heimspiel für die Türkinnen, nach einer Vereinbarung von ihnen mit Leverkusen aber nach Deutschland und schließlich an den TV Beyeröhde vergeben worden, der seit Jahren mit Bayer Leverkusen kooperiert.

Für Beyeröhde war es eine willkommene Einnahme, und dafür bedankte sich der Verein mit ein paar gelungenen Details. Stefan Müller hatte die Spieltagszeitung um ein Europapokal-Spezial ergänzt, die ehemalige Spielerin Tugba Gürdere begrüßte die Gäste auf türkisch und A-Jugendspielerin Laura Witt verlas vor der Partie auf englisch den Fairnesscodex.

Das Rückspiel in Leverkusen gewann Bayer übrigens mit 35:20. Sandra Münch erzielte dabei ihr erstes Euro-Tor, Mandy war sogar zweimal erfolgreich.

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