Kreisliga-Kicker Hendrik Hoffmann glänzte in der Uni-Halle.

Wuppertal. Noch Tage nach den Fußball-Stadtmeisterchaften in der Uni-Halle am vergangenen Sonntag lag Hendrik Hoffmann abends mit offenen Augen im Bett und ließ das Erlebte mit Hochgefühl revuepassieren. Schließlich war der erst 19-jährige Kreisliga-Kicker des SV Bayer mit sechs Toren Schützenkönig des Turniers geworden, noch vor Oberliga-Stars wie Dennis Schmidt, hatte auch im Sensationshalbfinale gegen den WSV getroffen, das der Oberligist mit 6:2 gewann. „Es war ein tolles Erlebnis“, schwärmt Hoffmann, der im vergangenen Jahr sein Fachabitur gemacht hat, in den Firmen seiner Eltern jobbt und sich sonst bis zur Lehre als Steuerfachangestellter im August ganz auf den Sport konzentriert.

„Vielleicht liegen mir solche Turniere ja“, mutmaßt Hoffmann. Als Jugendlicher beim ASV und Schwarz-Weiß war er einem Scout des VfL Bochum bei einem Turnier aufgefallen. Drei Jahre lang, bis zur C-Jugend, kickte Hoffmann dann für die Nachwuchsabteilung des Bundesligisten. „Eigentlich wollte ich danach zum WSV, bin durch Freunde aber zum SV Bayer gekommen“, berichtet er. Freundschaft, das ist ihm ebenso wichtig, wie der sportliche Erfolg, auch wenn er sich vorstellen kann, einmal höher zu spielen.

Schnelligkeit, Zielstrebigkeit und positiver Ehrgeiz sind die Attribute, die ihn auszeichnen. „Oft geht er aber noch in aussichtslose Situationen hinein, kennt nur die Richtung nach vorne“, sagt Bayer-Trainer Clark Schworm und sieht noch Entwicklungspotenzial. Dabei hat der als Rechtsaußen in der Kreisliga-Mannschaft mit bisher 14 Saisontreffern seine Klasse schon nachgewiesen. Schworm: „Ich hoffe, dass er in zwei Jahren den Sprung nach oben schafft.“

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