Um Jugend-Hockey in Wuppertaler wieder voranzubringen gehen Elberfelder TG und Gold-Weiss den Weg einer Spielgemeinschaft.

Die Jugendleiter beider Vereine, Tanja LangHeinrich und Harald Scheuermann-Giskes sind überzeugt von den Möglichkeiten der neuen SG.
Die Jugendleiter beider Vereine, Tanja LangHeinrich und Harald Scheuermann-Giskes sind überzeugt von den Möglichkeiten der neuen SG.

Die Jugendleiter beider Vereine, Tanja LangHeinrich und Harald Scheuermann-Giskes sind überzeugt von den Möglichkeiten der neuen SG.

Bei den B-Mädchen der neuen SG sind Spielerinnen von Elberfelder TG und Gold-Weiss bereits gut durchgemischt. Ein Team soll in der Oberliga, eines in der Verbandsliga starten.

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Die Jugendleiter beider Vereine, Tanja LangHeinrich und Harald Scheuermann-Giskes sind überzeugt von den Möglichkeiten der neuen SG.

Wuppertal. Rund 15 Autominuten und die Talachse liegen zwischen Wuppertals einzigen Hockeyclubs Elberfelder TG am Dorner Weg und Gold-Weiss am Gelben Sprung, doch zwischenzeitliche Versuche der Annäherung scheiterten immer wieder an Konkurrenzgedanken und natürlich auch dem ein oder anderen Ressentiment von Traditionalisten, die die eigene Vereinsidentität in Gefahr sehen.

Insofern ist es ein großer Schritt, den die Jugendabteilungen beider Vereine jetzt gewagt haben. Zur neuen Feldsaison, die gerade begonnen hat, bilden sie eine Spielgemeinschaft. SG ETG Wuppertal/Gold-Weiss Wuppertal lautet der offizielle Name, der in den Ergebnislisten aber schon unter ETG Wup/GWW geführt wird.

„Zusammen ist ein Pool da, mit dem man aus der Diaspora des Hockeysports heraustreten könnte“, begründet Haralds Vereinsvorsitzender und Hockey-Jugendleiter der ETG Harald Scheuermann-Giskes die Annäherung, die er vor allem mit GW-Jugendleiterin Tanja LangHeinrich vorangetrieben hat. „Man sitzt im Februar da, geht die Listen durch, und sieht, wie eng es auf dem Feld werden kann, wenn man mehr Spieler als zuvor in der Halle braucht“, berichtet Tanja LangHeinrich, was letztendlich den Ausschlag für den „Feldversuch“ gegeben hat.

Noch eine Saison, in der die Kinder gleich in mehreren Altersklassen spielen mussten, um die ansonsten zu engen Teams aufzufüllen, wollte man sich nicht mehr antun. Umgekehrt erhalten ambitionierte Jugendliche durch die SG die Gelegenheit, noch häufiger in der Woche mit Gleichaltrigen zu trainieren. Etwa in der Jugend B, wo die neue SG jetzt zwei Jungen-Oberliga-Teams an den Start bringen kann, die jeweils zweimal wöchentlich trainieren. LangHeinrich: „Viele sind sogar bei allen vier Trainingseinheiten dabei.“

Auch, dass das ein oder andere Elternteil Bedenken wegen weiterer Wege hat, weil teilweise auf der jeweils anderen Anlage trainiert wird, hat man bei der SG in Kauf genommen. Ambitioniert wurde in beiden Vereinen ohnehin bereits Hockey gespielt, wie die Westdeutschen Meisterschaft der ETG–Jungen A oder die Oberliga-Meisterschaft der Knaben B von Gold-Weiss bewiesen. Nun solle es noch weiter nach oben gehen, wobei man als SG nur bis Oberliga spielen darf. „Sollte es Richtung Regionalliga gehen – und das ist ja durchaus nicht unerwünscht – müsste man nachdenken, unter welchem Namen man startet“, sagt Scheuermann Giskes. „Das kann ETG sein, aber auch Gold-Weiss“, nennt Tanja LangHeinrich da keine Berührungsängste. Das Problem stellt sich möglicherweise schon in wenigen Wochen, wenn für die Wintersaison gemeldet werden muss – getrennt oder gemeinsam. .

Die ersten Erfahrungen der SG sind jedenfalls sehr positiv. „Zunächst haben wir im Februar nur an eine Spielgemeinschaft im Mädchenbereich gedacht, aber das lief so positiv, dass wir kurzfristg entschieden haben, es auf die Jungen auszudehnen“, strahlt Scheuermann-Giskes überzeugt von der Idee.

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