Chrischa Hannawald kehrt zum Bergischen HC zurück. Sonntag Test gegen Wetzlar.

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Niemals geht man so ganz. Chrischa Hannawald kehrt wieder ins Bergische Land zurück. (Archiv

Niemals geht man so ganz. Chrischa Hannawald kehrt wieder ins Bergische Land zurück. (Archiv

Uwe Schinkel

Niemals geht man so ganz. Chrischa Hannawald kehrt wieder ins Bergische Land zurück. (Archiv

Wuppertal. Es scheint die absolute Wunsch- und Ideallösung zu sein, die der Handball-Zweitligist Bergischer HC am Donnerstag auf einer Pressekonferenz präsentierte. Chrischa Hannawald verstärkt ab sofort die Führungsebene des ambitionierten Clubs und wird sowohl im Marketing- und Sponsoring- als auch im sportlichen Bereich eingebunden. "Ich freue mich riesig, dass ich in diesem Team mitarbeiten darf. Diese Konstellation ist ein absoluter Traum für mich", schwärmte der Rückkehrer, der vor mehr als einem Jahrzehnt im Wuppertaler Trikot in der 1. Liga spielte.

Bereits in der vergangenen Saison hatte der 38-jährige Ex-Nationaltorhüter (EM-Silber 2002, EHF-Pokalsieger mit Essen 2005) beim BHC ausgeholfen. Damals noch als reaktivierter Schlussmann für den verletzten Ivan Zoubkoff. Ansonsten arbeitete Hannawald als Marketingleiter beim TVGroßwallstadt. "Das war eine sehr interessante Zeit, die ich nicht missen möchte. Und es hat auch Spaß gemacht. Aber ich habe eben festgestellt, dass täglich acht bis zehn Stunden am Schreibtisch zu arbeiten nicht hundert Prozent mein Ding ist", sagt Hannawald schmunzelnd. Beim BHC darf er nun auch wieder die Sportklamotten überstreifen, ist als Co- und Torwart-Trainer ab sofort die rechte Hand von Chefcoach Raimo Wilde. Beide kennen sich bereits seit einigen Jahren aus gemeinsamen Großwallstädter Zeiten. Damals war Hannawald noch Aktiver und Wilde Co-Trainer.

"Wir hatten schnell festgestellt, dass wir in punkto Handball-Philosophie und Leistungsanspruch auf einer Welle sind", erinnert sich Wilde, für den mit Hannawalds Verpflichtung ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung geht. Neben einer deutlichen Entlastung im Trainingsbetrieb und einem Repertoire an Torwartübungen aus den zurückliegenden 20 Jahren soll sich B-Lizenz-Inhaber Hannawald auch mit seiner Erfahrung und Beobachtungsgabe einbringen. "Ich erhoffe mir von ihm Impulse. Im Training genauso wie im Spiel von der Bank", sagt Wilde.

Impulse erhofft sich auch Manager Stefan Adam vom neuen BHC-Zugpferd. Der ehemalige Publikumsliebling soll als bunter Vogel der Handballszene, Sympathieträger und Integrationsfigur das bergische Projekt weiter voranbringen und eine weitere Professionalisierung einläuten.

Zusammen mit Manager Adam, Sebastian Aschenbroich, (im organisatorischen Bereich) und ZDF-Mann Martin Schneider soll Hannawald ein schlagkräftiges Team hinter der Mannschaft bilden im Rennen um den Erstliga-Aufstieg.

Erstmals veranstaltet der BHC eine offizielle Saisoneröffnung und bestreitet in diesem Rahmen ein Benefiz-Testspiel.

Am kommenden Sonntag um 17 Uhr ist in der Solinger Klingenhalle die HSG Wetzlar (zwei Nationalspieler, seit zwölf Jahren 1. Liga) der letzte Prüfstein.

Tickets für 5 Euro gibt es im Vorverkauf bei Sportdirekt.

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