Erst nach der Pause kommt der Drittligist beim 25:19 (10:11)-Sieg in Wülfrath auf Touren.

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Mandy Münch (Mitte) war mit sieben Treffern beste Beyeröhder Werferin.

Mandy Münch (Mitte) war mit sieben Treffern beste Beyeröhder Werferin.

Simone Bahrmann

Mandy Münch (Mitte) war mit sieben Treffern beste Beyeröhder Werferin.

Wülfrath/Wuppertal. Ergebnisse von Testspielen sind Schall und Rauch. Das musste der TV Beyeröhde beim Auftritt in der Fliethe in Wülfrath erfahren. Nach dem mühelosen 43:15 in der Vorbereitung im August gegen denselben Gegner hatte der Klub beim Kampf um Punkte offensichtlich mit dem ebenso problemlosen Empfang von zwei Pluspunkten gerechnet. Doch die Warnungen von Trainer René Baude hatten sich als stichhaltig erwiesen. Der Aufsteiger aus Wülfrath hatte sich trotz des letzten Tabellenplatzes offensichtlich mit dem Gebrauch des Haftharzes vertraut gemacht und bot im bergischen Derby beim 25:19 (10:11)-Erfolg des TVB größeren Widerstand als erwartet.

Systemänderung bringt die Beyeröhder Wende

Zudem verfügten die Gastgeberinnen in Steffi Pettau über eine Torhüterin der Extraklasse, die die Beyeröhder Chancen vor allem im ersten Durchgang reihenweise entschärfte, freie Bälle hielt und auch zwei von fünf Siebenmetern parierte.

Darauf bauend entwickelte sich nach standesgemäßer 4:1-Führung des TVB ein enges Spiel, bei dem die Gäste froh sein konnten, dass auch Tini Herrmann im TVB-Tor zunächst einen Glanztag erwischte und mit 16 gehaltenen Bällen bis zur Pause einen höheren Rückstand als das 10:11 verhinderte. Technische Fehler, haarsträubende Chancenauswertung und kaum vorhandenes Spiel über Außen waren für das negative Halbzeitergebnis verantwortlich.

Nach der Pause und einer Umstellung der 3-2-1-Deckung auf 5:1 lief es etwas besser. Zwar hatte Herrmann immer noch Schwerstarbeit zu verrichten, doch die Münch-Zwillinge steigerten sich, scheuten - wie die später derb gefoulte Tugba Gürdere - auch nicht die körperliche Auseinandersetzung, und nach dem 14:14 übernahmen die Beyeröhderinnen das Kommando. Der Einsatz von der genesenen Nicole Bonna während der letzten zehn Minuten - sie kassierte kein Gegentor mehr - erwies sich als ebenso richtig wie die Nominierung der in Abwehr und Angriff starken Lotta Lorkowski. Der TVB baute den Vorsprung aus. Dieser fiel mit sechs Treffern Unterschied komfortabel aus.

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