LTV und TV Beyeröhde gehen ab Sommer auch bei der männlichen Jugend wieder getrennte Wege.

Wuppertal. Kräfte bündeln und angesichts zurückgehender Kinderzahlen überhaupt schlagkräftige Mannschaften bilden können – das ist der Hintergrund von Jugendspielgemeinschaften, die gerade im Handball in den vergangenen Jahren verstärkt gebildet wurden. Mit derselben Absicht hatten sich der LTV Wuppertal und der TV Beyeröhde 2010 im männlichen Jugendbereich und bei den Kleinen zur JSG Wuppertaler Osten zusammengetan. Eine A-Jugend, eine C-Jugend, D-, E, F- und Mini-Mannschaften gehören aktuell der JSG Osten an. Die wurde vom LTV aber nun mit Wirkung vom 30. Juni 2014 gekündigt. „Nachdem wir den Herren-Handball wieder auf den Weg nach oben gebracht haben, wird jetzt tatkräftig das Projekt LTV-Handball-Jugend in Eigenregie angegangen“, heißt es dazu in den Vereinsnachrichten. „In einer JSG gibt es immer Vor- und Nachteile“, sagte Jugendabteilungsleiter Albrecht Neizert der WZ. Ein Punkt, an dem sich zuletzt die Geister schieden, sei eine unterschiedliche Auffassung beim Zweitspielrecht für die A-Jugend-Spieler in den jeweiligen Herrenteams. „Bei uns sollten die Jugendmannschaften da Priorität haben“, so Neizert.

Norbert Koch, Vorsitzender des TV Beyeröhde, bedauert die Aufkündigung, macht aber deutlich, dass der TVB sich nun nicht rein auf den weiblichen Bereich beschränke, der im Verein traditionell stark ist und getrennt von der JSG läuft. „Um den Unterbau für unsere Erste und Zweite Herren zu bekommen, wollen wir versuchen, wieder eine männliche B- oder C-Jugend aufzubauen. Ob die im Sommer bereits zustande kommen könnte, sei offen. Aktuelle JSG-Mannschaften auseinanderzureißen, auch wenn sie künftig als LTV starten, komme nicht infrage.

Ob sich der LTV auch im Mädchenbereich engagiert, wollte umgekehrt Albrecht Neizert nicht ausschließen: „Kurzfristig sehe ich das aber nicht.“ gh

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