Das Spiel am Sonntag gegen den Titelverteidiger VFL Oldenburg ist für Handball-Zweitligist TV Beyeröhde ein Bonbon. Oldenburg ist das Team der Stunde.

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Deutschlands jüngste Nationalspielerin Wiebke Kethorn – hier beim Länderspiel im November in der Uni-Halle – gibt mit Oldenburg ihre Visitenkarte ab.

Deutschlands jüngste Nationalspielerin Wiebke Kethorn – hier beim Länderspiel im November in der Uni-Halle – gibt mit Oldenburg ihre Visitenkarte ab.

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Deutschlands jüngste Nationalspielerin Wiebke Kethorn – hier beim Länderspiel im November in der Uni-Halle – gibt mit Oldenburg ihre Visitenkarte ab.

Am Sonntag ist es so weit. Dann kommt der letztjährige Deutsche Pokalsieger VfL Oldenburg zum Pokalspiel gegen den TV Beyeröhde in die Buschenburg. "Wir müssen dieses Pokalspiel als großartiges Event sehen. Wann bekommt man in der 3. Hauptrunde schon mal so einen attraktiven Gegner?!" sagt Beyeröhdes Trainer Renè Baude vor dem Spiel, das um 16Uhr angepfiffen wird. In der Tat stellen die Niedersachsen die deutsche Mannschaft der Stunde.

Konnte man das erfolgreiche Supercup-Finale gegen den deutschen Meister HC Leipzig zum Jahreswechsel vielleicht noch als "folkloristische" Veranstaltung ansehen, so wiegt der neuerliche 36:32 Bundesliga-Sieg gegen die Sächsinnen am vergangenen Wochenende ungleich schwerer und zeigt, was der VfL zu leisten imstande ist, zumal der HC Leipzig bis dahin sämtliche elf Meisterschaftsspiele gewonnen hatte.

Nun sieht man sie also in der Buschenburg, die 1,91 m große russische Torhüterin Tatjana Surkowa, ihre Landsmännin Natalja Parchina, die wurfgewaltigen Nationalspielerinnen Angie Geschke, Sabrina Neuendorf, Ulrike Stange und Wiebke Kethorn, und alles andere als ein klarer Oldenburger Erfolg wäre eine ähnliche Sensation wie einst Davids Sieg über den Riesen Goliath.

Übrigens ist es rund zweieinhalb Jahre her, dass der seit 2005 von Leszek Krowicki trainierte VfL Oldenburg zum ersten Beyeröhder Bundesligaspiel - damals in Heckinghausen - antrat und relativ knapp gewann. Jetzt stehen die Beyeröherinnen, von denen aus der damaligen Mannschaft noch Ilka Held, Anna Disselhoff, Domi Karger, Angelika Bensch und Christine Herrmann dabei sind, auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Liga und mussten mit den gerade zu Gräfrath gewechselten Bergmann, Nettersheim und Kordt noch einen herben personellen Aderlass verkraften. "Das macht unsere Aufgabe natürlich nicht leichter, zumal wir zuletzt deutliche Fortschritte erkennen konnten" erklärt Trainer Rene Baude. Das Pokalspiel nimmt er auch als Generalprobe für die beiden nächsten Heimspiele gegen Spitzenreiter Bensheim Auerbach (16. Januar) und das Nachholspiel und Keller-Derby gegen den SV Allensbach (20.Januar um 20 Uhr).

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