Bergische erwarten Bietigheim in der Klingenhalle.

Wuppertal. Der April sollte eigentlich der Monat werden, in dem die Handballer des Bergischen HC den Grundstein für das Erreichen der Aufstiegsrelegation legen. Mit Blick auf die aktuelle Tabelle kann man feststellen, dass das bislang nicht gelungen ist. Rang zwei ist sogar an Friesenheim verloren gegangen.

Vor dem Heimspiel gegen Verfolger Bietigheim (Samstag, 18.15 Uhr, Klingenhalle) und nach dem ebenso enttäuschenden wie glücklichen Unentschieden gegen Leichlingen weiß beim BHC niemand so recht, wo die Mannschaft leistungsmäßig steht. "Wir haben einfache Tore bekommen und in eigener Überzahl dumme Ballverluste gehabt", sagt Trainer Raimo Wilde, der auch die Unruhe spürt, die sich mit jeder sportlichen Enttäuschung weiter ausbreitet.

Zurück in der Spur sind die "Löwen" jedenfalls nicht. Daran änderten mehrere Krisensitzungen genauso wenig wie der Kantersieg vor zwei Wochen gegen Groß-Bieberau. Dass es zuletzt auch erste "Wilde-raus"-Rufe und Kritik an seinen Auswechslungen gab, nimmt der Coach äußerlich gelassen hin. "Im Nachhinein ist man immer schlauer", sagt Wilde zu seiner Entscheidung, einen Kämpfer-Typen wie Sebastian Aschenbroich ganz draußen zu lassen und einen vermeintlichen Joker wie Elvir Selmanovic erst in den Schlusssekunden zu bringen.

Mit Bietigheim kommt der Tabellenvierte, der durch einen Sieg mit dem BHC gleichziehen könnte. Am vergangenen Samstag unterlag die SG BBM beim Abstiegskandidaten Coburg mit 31:32. Der Klub hat derzeit mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Mit Christian Löffler fehlte der Abwehrorganisator und mit Philipp Amman gleich ein weiterer Spieler aus dem Mittelblock. Die Langzeitverletzten Julian Pflugfelder und Sven Scheerschmidt muss Trainer Uwe Rahn ohnehin schon seit längerem ersetzen. "Trotzdem haben die Bietigheimer nach wie vor richtig gute Leute und sind gut besetzt", sagt Wilde. LEN

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