Zweitligist setzt in Saarlouis mit 32:35-Niederlage Talfahrt fort.

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14 Treffer von Jens Reinarz gegen die Saarländer reichten nicht aus, um die zweite Saisonniederlage des BHC zu verhindern.

14 Treffer von Jens Reinarz gegen die Saarländer reichten nicht aus, um die zweite Saisonniederlage des BHC zu verhindern.

Andreas Fischer

14 Treffer von Jens Reinarz gegen die Saarländer reichten nicht aus, um die zweite Saisonniederlage des BHC zu verhindern.

Wuppertal. Laufen und den Kopf frei bekommen stand am Sonntagmorgen für die Spieler des Bergischen HC und deren Trainer Raimo Wilde auf dem Plan. Aber es ist wenig Zeit. Wenig Zeit zum körperlichen Regenerieren und Auftanken der Akkus und genauso, wenig um sich positiv auf die kommenden Aufgaben einzustellen. Denn das Rezept, um den Negativlauf zu stoppen haben die "Löwen" offensichtlich immer noch nicht gefunden.

In Saarlouis war trotz der 35:32-Niederlage zumindest über weite Strecken eine Steigerung zu erkennen. Doch unter dem Strich war es das dritte sieglose Spiel in Folge und mit zuletzt 3:7-Punkten drohen die eigenen Ansprüche und das Saisonziel Aufstieg in immer weitere Ferne zu rücken.

"Wir behalten unsere Zielsetzung bei, aber wir werden nun nicht mehr permanent drüber reden und denken nur noch von Spiel zu Spiel", sagt BHC-Trainer Raimo Wilde. Nach den beiden kommenden Heimspielen am Mittwoch gegen Empor Rostock (3. DHB-Pokal-Runde, Anwurf 20 Uhr, Bayer-Halle) und am Samstag gegen Spitzenteam Friesenheim (18.15 Uhr, Bayer-Halle) wird man wohl endgültig sehen, wohin die Reise des vermeintlich besten Kaders der 2. Liga Süd geht.

In Saarlouis sah es jedenfalls lange Zeit ziemlich gut aus für die Gäste aus dem Bergischen Land. Die kamen im gefürchteten Hexenkessel der Stadtgartenhalle exzellent ins Spiel und verwandelten einen 0:2-Rückstand innerhalb von acht Minuten in eine 8:3-Führung. Die 3-2-1-Abwehr, mit der man die drei gefürchteten HSG-Shooter Danjiel Grgic, Daniel Fontaine und André Kropp (rangieren allesamt in der Top-Ten-Bestenliste der 2. Liga) das Leben schwer machen wollte, funktionierte gut.

"Mitte der ersten Halbzeit hatten wir den Gegner im Griff und ich hatte ein richtig gutes Gefühl, aber dann reihten sich Fehler an Fehler", monierte Wilde. Die Quittung: Die Saarländer drehten einen 5:10-Rückstand in eine 13:12-Führung und gingen mit 17:16 in die Pause. Klare Führung verspielt, Moral aber weiterhin intakt. Soweit die positive Meldung zur Befindlichkeit der BHC-Akteure, die sich gegen Bittenfeld nahezu willenlos ergeben hatten. Der BHC ließ sich gegen den Tabellenfünfzehnten, der nun vom Publikum immer stärker nach vorne getrieben wurde, auch durch einen 21:25-Rückstand nicht entmutigen und blieb bis zum 30:31 auf Tuchfühlung. Doch als sich dann in den Schlussminuten Spielmacher Kristoffer Moen und Torwart Mario Huhnstock jeweils eine Zweitstrafe wegen Meckerns einhandelten, war das auch mit den beiden gut aufgelegten Jens Reinarz (14/4 Treffer) und Jiri hatten aber zweifellos die Vitek (8/1) nicht mehr zu kompensieren.

Den spielentscheidenden Akteur hatten die Hausherren in ihren Reihen. HSG-Torschützenkönig Danijel Grgic traf zehnmal aus dem Spiel heraus und versenkte zudem alle acht Strafwürfe, wohingegen der BHC mit vier von sechs Würfen wieder einmal unter seinen Möglichkeiten blieb.

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