Mitfavorit Bergischer HC gewinnt zum Zweitligaauftakt gegen Leichlingen mit 36:25.

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Kristoffer Moen (re.) im Klammergriff. Anfangs boten die Leichlinger noch großen Widerstand.

Kristoffer Moen (re.) im Klammergriff. Anfangs boten die Leichlinger noch großen Widerstand.

Uwe Schinkel

Kristoffer Moen (re.) im Klammergriff. Anfangs boten die Leichlinger noch großen Widerstand.

Wuppertal. Einen erfolgreichen Saisonauftakt feierten die Zweitliga-Handballer des Bergischen HC. Mit 36:25 (16:10) setzte sich der Aufstiegsaspirant gegen Abstiegskandidat Leichlinger TV durch und ist damit erster Spitzenreiter der neuen Saison.

Die Gäste waren über 60 Minuten betrachtet absolut chancenlos und konnten ihre bravuröse Leistung vom 35:35 in der vergangenen Saison nicht wiederholen. Trotz des klaren Erfolges war aber auch beim BHC noch lange nicht alles optimal.

"Es war ein typisches erstes Saisonspiel. In der ersten Halbzeit war noch Sand im Getriebe. Aber als die Abwehr besser stand, bekamen wir auch die Konterchancen", sagte Mathias Fuchs.

BHC-Löwen ziehen mit Tempogegenstößen davon

Und weil die "Löwen" ihre Gegenstöße kompromisslos versenkten, war bereits kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs beim Zwischenstand von 21:14 (39.) die Entscheidung im Derby gefallen. Dabei machten die Gäste vor 1680Zuschauern in der Bayer-Halle in den ersten 25 Minuten einen wirklich guten Eindruck. Trotz einiger kritischer Situationen.

Die Leichlinger verkrafteten einen 1:5-Rückstand sowie zwei frühe Unterzahlsituationen (beide Zeitstrafen gegen den baumlangen Florian Korte) ohne gravierende Folgen. Hätten die Gäste ihre freien Würfe vom Kreis konsequenter genutzt, hätten sie nach 25 Minuten sogar in Front liegen können.

Dass es stattdessen 11:9 für den BHC stand, lag vor allem an BHC-Keeper Jan Stochl. Der Neuzugang aus Ahlen bügelte die anfänglichen Abstimmungsprobleme - speziell in der Deckungsmitte - mit einigen Klasseparaden aus.

Im Angriff brillierte Linksaußen Jens Reinarz. Der Top-Torjäger knüpfte an seine starken Vorstellungen der Saisonvorbereitung an und war zudem hellwach, als er nach Fehlpässen seiner Kollegen mit zwei Hechtsprüngen den Ball noch in den eigenen Reihen hielt. Stark auch Jiri Vitek.

Der Tscheche, bei dem nach verhaltenem Beginn in der Schlussphase des ersten Durchgangs der Knoten platzte, war bester Schütze aus der zweiten Reihe. Mit zusammen 22 Treffern war das Duo Reinarz/Vitek gegen Leichlingen die halbe Miete.

Vor allem, weil dem Außenseiter mit zunehmender Spielzeit nicht mehr viel einfiel gegen die besser stehende BHC-Deckung. Leichlingens Torschützenkönig David Kreckler hatte auf Halbrechts mit drei Treffern zwar gut begonnen, am besten kann er seine Stärken aber auf Außen ausspielen.

Doch da durfte er erst agieren, als die Partie bereits verloren war. Zu den auffälligen LTV-Akteuren gehörte Ex-BHC-Spielmacher Alexander Oelze mit sechs Toren.

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