Nach dem 35:30-Sieg gegen die HSG Frankfurt bleiben die Bergischen auf Rang drei.

Kreisläufer Hendrik Pekeler (l.) ließ sein Können einige Male aufblitzen.
Kreisläufer Hendrik Pekeler (l.) ließ sein Können einige Male aufblitzen.

Kreisläufer Hendrik Pekeler (l.) ließ sein Können einige Male aufblitzen.

Uwe Schinkel

Kreisläufer Hendrik Pekeler (l.) ließ sein Können einige Male aufblitzen.

Wuppertal. Der Bergische HC bleibt auch zum Abschluss seiner beiden englischen Wochen auf Erfolgskurs. Der 35:30 (20:12)-Erfolg gegen die HSG Frankfurt RheinMain war der fünfte Pflichtspielsieg in Folge. Nach einer starken ersten Halbzeit und einem scheinbar sicheren Acht-Tore-Polster geriet der Sieg in den Schlussminuten etwas ins Wanken, als die Gäste auf 27:30 verkürzen konnten.

BHC hätte gegen schwache Hessen leicht höher gewinnen können

"Die zweite Halbzeit hatten wir uns ganz anders vorgestellt. Vor allem in der Abwehr hat es nicht mehr gestimmt", sagte ein selbstkritischer Alexander Oelze. Der BHC-Spielmacher ärgerte sich darüber, dass sein Team nach nur zwölf Treffern und klarer Führung vor der Pause, nach dem Wechsel noch 18 Treffer kassiert hatte. "Ein Sieg mit zehn Treffern oder mehr wäre heute drin gewesen", sagte Oelze.

Dass es in der Bayer-Halle überhaupt noch spannend wurde, war bis zum Beginn der Schlussviertelstunde kaum zu erwarten. Zu klar war die Führung, zu sicher schien der BHC die Partie im Griff zu haben. Die Vorentscheidung hatte sich schon Mitte der ersten Halbzeit angebahnt.

Denn nach einem 13-minütigen Zwischenspurt mit 10:4-Toren hatte der BHC ein dickes Polster von acht Treffern herausgeworfen. Die Deckung stand gut, dahinter war mit Torhüter Jan Stochl ein Mann, der auch etliche freigeworfene Bälle (davon zwei Siebenmeter) parierte.

Im Angriff war Jiri Vitek lange Zeit nicht zu stoppen. Auch weil die Frankfurter den Tschechen freundlich gewähren ließen. Völlig unbedrängt konnte der Halbrechte regelmäßig aus acht, neun Metern hochsteigen. Er erzielte leicht einen Treffer nach dem anderen.

Alexander Oelze und Henning Quade machen den Sieg perfekt

Ergebnis 35:30 (20:12)

Aufstellung Bergischer HC

Stochl, Bungart; Behr, Hoße (6/5), Vitek (7), Hinze (n.e), Klev (6), Quade (2), Henkel (1), Moen (n.e.), Kluge (2), Oelze (5), Reinarz (2), Pekeler (4).

Aufstellung HSG Frankfurt

Bauer, van de Mortel; Bohnert (7), Mayr (2), Quilitzsch (n.e.), Weber (2), Seeger (4/1), Lindt (6), Hein (2), Schröder (3), Botzenhardt, Hahn (4).

Zeitstrafen: 8 Min. : 8 Min.

Siebenmeter: 5/5 : 3/1

Schiedsrichter: Markus Kropp und Sebastian Siebert (Osnabrück)

Zuschauer: 1.250

Spielfilm: 4:1 (6.), 5:4 (10.), 9:7 (16.), 15:9 (25.), 20:12 (30.) - 24:17 (36.), 25:20. (42.), 29:22 (46.), 30:27 (53.), 35:30 (60.).

Am Samstag um 18.15 Uhr (Burg-Wächter-Castello) bei der HSG Düsseldorf.

Das änderte sich nach dem Wechsel, als die Gäste den Linkshänder durch einen vorgezogenen Positionsverteidiger aus dem Spiel nahmen. Die Auswirkungen hätten sich wohl in Grenzen gehalten, wäre der BHC in der Chancenverwertung konsequent geblieben. Doch es schlichen sich immer mehr Fehler ein, und dann drehte der noch eingewechselte HSG-Keeper Thomas Bauer auf.

Beim Stand von 30:27 (53.) wurde es eng für den BHC. Als Kenneth Klev den Ball an die Latte hämmerte, und Henning Quade mit dem freien Nachwurf aus sechs Metern an Bauer scheiterte, hätte es sogar noch enger werden können. Doch als die Frankfurter bei zwei Angriffen in Folge den Ball durch technische Fehler verloren, brachte der Aufstiegsaspirant den Sieg unter Dach und Fach.

Erst traf Alexander Oelze zum 31:27, dann war Quade nicht zu halten und netzte zum 32:28 ein. Auf der Gegenseite traf Frankfurts Kreisläufer Fabian Bohnert mit einem Aufsetzer nur die Unterkante der Latte. So konnte Jens Reinarz per Doppelschlag für die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren sorgen.

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