„Löwen“ präsentieren sich beim 41:29-Sieg in Coburg in bester Spiellaune.

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Kenneth Klev entwickelt sich in der Schlussphase der Saison zum Torgaranten für den Bergischen HC. In Coburg erzielte er neun Treffer.

Kenneth Klev entwickelt sich in der Schlussphase der Saison zum Torgaranten für den Bergischen HC. In Coburg erzielte er neun Treffer.

Andreas Fischer

Kenneth Klev entwickelt sich in der Schlussphase der Saison zum Torgaranten für den Bergischen HC. In Coburg erzielte er neun Treffer.

Wuppertal. Es ist schon lange her, dass BHC-Trainer Raimo Wilde nach einer Partie in Superlativen schwelgen durfte. Das letzte Mal war es Ende des vergangenen Jahres, als die Handballer des Bergischen HC im Spitzenspiel den Mitkonkurrenten Willstätt deklassiert hatten.

Danach folgte eine lange Durststrecke für Fans und Mannschaft. Doch am Samstagabend war endlich mal wieder einmal die Zeit für Superlativen gekommen. "Wir haben überragend gespielt", sagte Wilde, der sich über den 41:29 (19:15)-Kantersieg seiner "Löwen" beim HSC Coburg freute. "Ich glaube, es war die beste Partie, die meine Mannschaft abgeliefert hat, seitdem ich Trainer bin. Noch besser als das Spiel gegen Willstätt."

Nachdem die Anfangsphase ausgeglichen verlaufen war, setzten sich die Bergischen gegen Ende des ersten Durchgangs kontinuierlich ab. Wie schon beim Heimsieg gegen Bietigheim in der vergangenen Woche, legten auch diesmal Kenneth Klev und Joey Duin im Abwehrinnenblock und Mario Huhnstock zwischen den Pfosten den Grundstein für den Erfolg.

"Im Defensivbereich kann man die drei hervorheben. Aber auch alle anderen Akteure haben glänzend gespielt. Und im Angriff war sicher Alexander Oelze der entscheidende Mann auf dem Platz", lobte Wilde seinen Regisseur, der klug dirigierte und durch schnelle Spielverlagerung immer wieder die Lücken für seine Nebenleute aufriss. Wenn es denn überhaupt zum Positionsangriff kam.

BHC setzte gnadenlos einen Konter nach dem nächsten

Denn während sich die Coburger am BHC-Defensiv-Bollwerk die Zähne ausbissen, konterten die Bergischen bei jedem Ballgewinn die Hausherren gnadenlos aus. "Die Coburger brauchten drei Minuten für einen Angriff und wir zehn Sekunden bis zum Torerfolg", brachte es Wilde auf den Punkt. In ganz großer Spiellaune präsentierte sich erneut Kenneth Klev. Der norwegische Rückraumspieler avancierte mit neun Feldtoren zum erfolgreichsten Akteur des Tages.

Jiri Vitek überzeugte mit sechs Treffern

Ergebnis: 41:29 (19:15)
HSC Coburg: Selke, Martinsen; Göhl(3), Rose (1), Pack (1), Kästner(4), Lakisa(4/1), Schulz (7), Werner (3), Libergs, Lendner (4), Rivera Vieco, Schuhmann.
Bergischer HC: Huhnstock, Zoubkoff; Fuchs (1), Nippes, Hoße (1), Vitek (6), Hinze (3), Klev (9), Duin (4/4), Quade (2), Kluge (5), Oelze (3), Reinarz (7/1).
Siebenmeter: 2/1 : 6/5
Zeitstrafen: 6 Min. : 14 Min.
Schiedsrichter: Bernd Methe und Reiner Methe.
Spielfilm: 4:6, 11:11, 11:14, 15:19 - 17:23, 19:27, 21:32, 25:37, 29:41.
Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag, 9. Mai, um 17 Uhr beim EHV Aue.

Mehr als nur ein Lebenszeichen sendete diesmal auch Jiri Vitek mit insgesamt sechs Treffern aus dem Spiel heraus. Und nachdem BHC-Kapitän Sebastian Hinze bereits in der ersten Spielhälfte zwei Zeitstrafen kassiert hatte, bekam im zweiten Durchgang auch endlich einmal wieder Henning Quade Spielanteile. Auch ihm bescheinigte Wilde einen guten Job. Passend zu den hervorragenden Leistungen in Reihen des BHC war übrigens auch die Leistung der beiden Unparteiischen.

"Die Spielleitung von Bernd und Reiner Methe war absolut erstklassig", befand Raimo Wilde trotz der sieben Zeitstrafen gegen seine Mannschaft. Und dort, wo Methe/Methe regelmäßig auflaufen, nämlich in der 1. Liga, dort will der BHC schließlich auch noch hin.

Nach dem 38:22-Sieg vom Sonntag gegen Ortenau bleibt Friesenheim in der Tabelle aber einen Punkt vor dem BHC.

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