Nächstes Spitzenspiel gegen Delitzsch am Sonntag. Nur der Besuch bei Toyota fällt flach.

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BHC-Torhüter Mario Huhnstock trifft am Sonntag auf seinen früheren Verein.

BHC-Torhüter Mario Huhnstock trifft am Sonntag auf seinen früheren Verein.

Andreas Fischer

BHC-Torhüter Mario Huhnstock trifft am Sonntag auf seinen früheren Verein.

Wuppertal. Das Herzschlagfinale gegen Friesenheim vor zwei Wochen haben die Fans des Bergischen HC noch gut in Erinnerung, als Jiri Vitek in letzter Sekunde per Siebenmeter den umjubelten Siegtreffer erzielte. Nach dem Nervenspiel gegen das Spitzenteam aus Ludwigshafen erwarten die "Löwen" nun den nächsten Hochkaräter. Denn am Sonntag (!) gastiert Concordia Delitzsch in der Bayer-Halle. Anwurf ist um 17 Uhr.

"Das wird mindestens genauso schwer wie gegen Friesenheim", sagt BHC-Trainer Raimo Wilde, der sich keinen Illusionen hingibt. Die Gäste kommen als Tabellendritter. "Die Mannschaft war in der vergangenen Saison schon stark und ist jetzt noch gezielt mit sehr guten Leuten verstärkt worden", weiß Wilde. Und auch die Auswärtsbilanz der Delitzscher kann sich sehen lassen. Da haben sie nämlich die drittbeste der Liga, gewannen vor zwei Wochen sogar beim extrem heimstarken HC Erlangen, der zuvor elf Monate lang zuhause ungeschlagen war, mit 24:21.

In der vergangenen Saison zog auch der BHC einmal den Kürzeren gegen Delitzsch. Im Kultur- und Kongresszentrum unterlagen die Bergischen mit 32:33, revanchierten sich dafür zuhause mit 36:34. Besonders zu beachten ist Delitzschs Martin Hummel. Nach einer Verletzung dürfte der Rückraumlinke ausgerechnet gegen den BHC wieder fit sein. Beim BHC ist Mario Huhnstock etwas angeschlagen. Doch gegen seinen Ex-Verein wird der zuletzt überragende Tormann nicht wegen einer leichten Handverletzung pausieren wollen.

Kenneth Klev hat bei seinen Länderspieleinsätzen für Norwegen viel Spielzeit bekommen und einen guten Eindruck hinterlassen. Das freute nicht nur seinen Nationaltrainer, sondern auch den Vereinscoach. Eine kleine Reise fällt für die Spieler des BHC übrigens ins Wasser. Der Zweitligist wollte am Donnerstag in Köln die Formel 1-Abteilung von Toyota besichtigen. Da die Chefetage des Namenssponsors der Handball-Bundesliga kurzfristig den Ausstieg aus der Königsklasse verkündete, sagte Toyota alle Besichtigungstermine ab. "Wir hoffen, dass Toyota mit einem Prozent seines Formel 1-Budgets bei uns einsteigt", witzelte Raimo Wilde am Donnerstag. Bei geschätzten 225 Millionen Euro, die der Automobilhersteller in die Formel 1 pumpte, würde der BHC seinen Etat auf einen Schlag etwa verdreifachen. Doch das bleibt nur ein Traum.

Da der Bergische HC wie schon zum Spiel gegen Friesenheim mit mindestens 1500 Zuschauern rechnet, empfiehlt der Verein den Vorverkauf beziehungsweise die frühzeitige Anreise zur Bayer-Halle.

Eintrittskarten für das Topspiel gibt es im Vorverkauf. Neben der BHC-Geschäftsstelle sind Tickets in den WSW-Service-Centern (Topticket) und in der Ticket-Zentrale erhältlich.

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