Beim 27:18 (12:8)-Erfolg über Etus Wedau herrscht lange Zeit Leerlauf.

Sandra Münch fand ebenso wie ihre Mannschaftskameradinnen erst spät ins Spiel und erzielte sechs Treffer.
Sandra Münch fand ebenso wie ihre Mannschaftskameradinnen erst spät ins Spiel und erzielte sechs Treffer.

Sandra Münch fand ebenso wie ihre Mannschaftskameradinnen erst spät ins Spiel und erzielte sechs Treffer.

Wolfgang Westerholz

Sandra Münch fand ebenso wie ihre Mannschaftskameradinnen erst spät ins Spiel und erzielte sechs Treffer.

Wuppertal. Der 27:18 (12:8)-Sieg des TV Beyeröhde über Etus Wedau lässt nicht darauf schließen, dass es phasenweise eine knappe Partie war. Denn in der 42. Minute führten die handballerisch unbedarften Gäste noch mit 14:13. Wobei der TVB rund 45 Minuten lang eine desolate Leistung bot und jeden halbwegs Mitfühlenden unter den Fans auf der gut gefüllten Tribüne an den Rand der Verzweiflung trieb.

In den letzten 18 Minuten hatten die Beyeröhderinnen dann 15 ihrer 28 Treffer erzielt, und in der Schlussviertelstunde vor allem durch die clevere Tugba Gürdere auf Linksaußen und Einzelleistungen der Münch-Zwillinge nachgewiesen, dass man das klar bessere Team ist.

Dass die technisch schwachen Duisburgerinnen, die sich in der Schlussphase nur noch durch derbe Fouls zu helfen wussten, mit 3:0 in Führung gegangen waren und die Spielerinnen von Trainer René Baude erst in der 8. Minute durch Ines Adam ihren ersten Treffer erzielten, zog sich wie ein roter Faden durch das niveaulose Geschehen der ersten 45 Minuten. Dem passte sich Beyeröhdes Torhüterin Tini Herrmann nicht an und zeigte 60 Minuten Klasseparaden am Fließband.

Beyeröhderinnen leiden lange an einer "Leder-Allergie"

Die Gastgeberinnen verballerten vorne reihenweise Chancen, da kam kaum jemand auf die "originelle" Idee, es gegen die kleine und bei flachen Schüssen sehr starke Wedauer Torhüterin mit hohen Würfen zu versuchen. Zudem wurden von fünf Siebenmetern drei verworfen. Kombinationsversuche endeten meist in den Händen der Wedauer 6:0-Deckung, es schien, als hätten die technisch sonst so starken TVB-Spielerinnen plötzlich eine "Leder-Allergie".

Diverse Einwechselungen und Umstellungen brachten so gut wie keine positiven Strömungen in eine Mannschaft, die erst in der letzten Viertelstunde den Schalter umlegen konnte. Die für die angreifende Mannschaft ebenso Kraft raubende 3-2-1-Deckung des TVB trug dann erste Früchte. Plötzlich gab es durch schnelle Gegenangriffe eine deutliche Führung, die bis auf acht und am Ende auf neun Treffer anwuchs. Weshalb die Zuschauer doch noch halbwegs versöhnt nach Hause gehen konnten.

Im DHB-Pokal gab für den TV Beyeröhde am Sonntag beim Dritten der 3. Liga Ost, die HSG Stemmer-Friedewalde, allerdings eine klare 24:35 (11:17)- Niederlage. Ein ausführlicher Spielbericht folgt.

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