Nach dem 34:34 beim Konkurrenten Mainzlar ist Beyeröhde nicht mehr Schlusslicht.

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Domi Karger hat nach getaner Arbeit gut Lachen. Sie spielte durch und hatte mit zehn Toren entscheidenden Anteil am Teilerfolg. (Archiv

Domi Karger hat nach getaner Arbeit gut Lachen. Sie spielte durch und hatte mit zehn Toren entscheidenden Anteil am Teilerfolg. (Archiv

Fischer

Domi Karger hat nach getaner Arbeit gut Lachen. Sie spielte durch und hatte mit zehn Toren entscheidenden Anteil am Teilerfolg. (Archiv

 Wuppertal. "Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her". Selten hatte diese Weisheit soviel Wahrheitsgehalt wie beim Auftritt des abstiegsgefährdeten Handball-Zweitligisten TVBeyeröhde in Mainzlar, wo trotz widrigster Voraussetzungen mit 34:34 (17:16) der erste Auswärtspunkt ergattert wurde.

Anna Brandt und Domi Karger die überragenden Schützinnen

Ohne die Talente aus der A-Jugend und die Dortmunder Leihgabe Marieke Köhler, dafür aber mit etlichen angeschlagenen Spielerinnen und den Gedanken an das deprimierende 20:29 vom vergangenen Wochenende, hatte sich ein "Jetzt-erst-recht"-Effekt eingestellt. Der führte zum hoch verdienten Punkt, zu dem die wieder erstarkte Anna Brandt elf und die großartig agierende Linksaußen Domi Karger zehn Treffer beisteuerten. Dabei war der Auftakt eher niederschmetternd: Schon nach gut vier Minuten führten die Mainzlarer 4:0. Doch obwohl der Rückstand noch lange Zeit vier Tore betrug, war bereits zu erkennen, dass die Mannschaft "etwas reißen" wollte. Ilka Held, die an einer Kapselverletzung im Fuß und noch unter den Folgen ihrer Hand-Operation leidet, führte klug Regie. Anna Brandt warf aus allen Lagen und bediente Karger geschickt.

Tornow/Krajcarova, Podelean (3/2), Wenzl, Koljanin (8), Atanasoka (1), Deuster, Bournez (12/5), Reh (1), Völpel, Bepler, Hadi (9), Jensen

Herrmann/ Martin, Kramer (3), Disselhoff (6), Nettersheim, Karger (10), Brandt (11/2), Nückel, Held (2), Bensch, Nicole Münch, Bergmann (2)

4:0 (5.), 6:4 (10.), 7:6 (12.), 16:16 (28.) 17:16 (30.), 18:21 (35.), 24:24 (43.), 29:28 (48.), 34:34

Zuschauer: 300

Schiedsricher: Aslandag/Aslandag

Siebenmeter: 8/7 : 3/2

Zeitstrafen: 6 Min: 12 Min. Disqualifikationen für Bensch und Disselhoff jeweils nach der 3. Zeitstrafe

Die spielte in Angriff und Abwehr so stark, dass Trainer Peter Brixner sie die gesamten 60 Minuten auf dem Feld ließ. Lisa Nettersheim half nach mehrwöchiger Pause aufopferungsvoll aus, entlastete die Routiniers und trug so dazu bei, dass sich der TVB heran kämpfte und ausglich.

Sogar ein Sieg war in Reichweite

In Durchgang zwei gingen die Gäste sogar 20:17 in Führung. Die ungleich verteilten Zeitstrafen und Siebenmeter sorgten dann jedoch für den Ausgleich. Beide Teams hatten schließlich Chancen zum Sieg. Tini Herrmann parierte einen Siebenmeter von Adeline Bournez und zwei schwierige Bälle und hatte damit ihren Anteil am Punktgewinn. Glück, dass die Schiedsrichter-Brüder Aslandag kurz vor dem Abpfiff einen Mainzlarer Treffer wegen "Übertretens" nicht gaben. "So in der Schlussphase gegen die Heimmannschaft zu entscheiden, erfordert schon eine Menge Mut", meinte Team-Managerin Steffi Osenberg erleichtert, und Peter Brixner freute sich: "Jetzt sehen wir wieder Licht am Ende des Tunnels."

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