Beim 30:33 gegen Zwickau kämpfte sich der TV Beyeröhde immer wieder heran.

Die Beyeröhderin Angelika Bensch traf auf eine kompakte Zwickauer Abwehr.
Die Beyeröhderin Angelika Bensch traf auf eine kompakte Zwickauer Abwehr.

Die Beyeröhderin Angelika Bensch traf auf eine kompakte Zwickauer Abwehr.

Mathias Kehren

Die Beyeröhderin Angelika Bensch traf auf eine kompakte Zwickauer Abwehr.

Wuppertal. "Es ist, als würde uns ein Bonbon hingehalten, und wenn man zugreift, wird es zurückgezogen." So beschrieb Angelika Bensch treffend die Situation des Schlusslichtes TV Beyeröhde nach der 30:33 (15:19)-Niederlage gegen Sachsen Zwickau.

Bitter, denn das Team ließ sich im Laufe des Spiels auch durch einen Sieben-Tore-Rückstand nicht entmutigen und kämpfte sich immer wieder heran, doch am Schluss ging der Zweitligist wieder mit einer Niederlage vom Hallen-Parkett.

Die Gäste, die die mehr als 500Kilometer lange Busfahrt über die verschneiten Straßen zur Buschenburg problemlos überstanden hatten, erwiesen sich als starker, aber beileibe nicht unschlagbarer Gegner. Sie waren nur in diversen Situationen cleverer, verfügten aber in der großartigen Torhüterin Manuela Splinter, der wuchtigen Kreisläuferin Katrin Höhne und Linksaußen Stefanie Pruß über drei Einzelspielerinnen, deren Positionen beim TVB nicht gleichwertig besetzt waren. Sämtliche eingesetzte Beyeröhderinnen gaben sich aber größte Mühe, steckten nie auf und lieferten beileibe kein schlechtes Spiel ab.

Doch vorne wurde oft genug im falschen Moment der gegnerische Block getroffen, wenn noch Zeit zum Abspiel gewesen wäre oder so durchsichtig kombiniert, dass die gewitzte Stefanie Pruß sich den Ball schnappte, konterte und Lilla Mozga (sie hielt insgesamt 14 Bälle, darunter einen Siebenmeter) kaum eine Abwehrchance ließ.

Gut hatten sich die vom Trainerfuchs Steffen Wohlrab betreuten Sächsinnen auf Laura Magelinskas eingestellt, deckten sie kurz und waren meist zur Stelle, wenn die österreichische Nationalspielerin, die mit dem 1:0 ihr 100. Saisontor erzielte, abzog.

Gerissen, aber durchaus im Rahmen der Legalität, dass die Zwickauerinnen nach Gegenstößen gern am Beyeröhder Kreis liegen blieben und die Schiedsrichter zu Unterbrechungen animierten, worauf der "Medizinmann" mit dem Koffer umgehend aufs Spielfeld stürmte und mit heilender Hand für umgehende Genesung sorgte.

"Dadurch konnte wir nie schnelle Konter fahren", beklagte sich Beyeröhdes-Trainer René Baude nach der Partie. Aber Ilka Held, die mit einem cleveren Heber an der überragend reagierenden Manuela Splinter in entscheidender Phase gescheitert war, merkte an: "Wenn wir in diesen Momenten einen schnellen Pass spielen, dann lassen die Schiedsrichter Vorteil gelten, und es wird nicht unterbrochen. Da fehlt uns einfach noch die Cleverness."

Ein Mangel, den muntere Jung-Talente wie die dreifache Torschützin Lotta Lorkowski, Mona Butzen, die Münch-Zwillinge oder Tugba Gürdere zur Freude der angesichts der extremen Witterungsverhältnisse nur spärlich erschienenen Zuschauer in der Buschenburg mit jugendlichem Elan wettzumachen versuchten.

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