Im Finale erzielt Michael Kluft das goldene Tor gegen den SSV Sudberg.

Aus vollem Herzen bejubelten die Vohwinkeler Spieler den ersten Sieg im GA-Pokal in der Vereinsgeschichte.
Aus vollem Herzen bejubelten die Vohwinkeler Spieler den ersten Sieg im GA-Pokal in der Vereinsgeschichte.

Aus vollem Herzen bejubelten die Vohwinkeler Spieler den ersten Sieg im GA-Pokal in der Vereinsgeschichte.

Andreas Fischer

Aus vollem Herzen bejubelten die Vohwinkeler Spieler den ersten Sieg im GA-Pokal in der Vereinsgeschichte.

Wuppertal. Der GA-Pokal hat einen neuen Besitzer. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte gewann der FSV Vohwinkel den Titel und entführte die Trophäe, die durch Hans-Georg Roth, Geschäftsführer des Verlags W.Girardet übergeben wurde, für mindestens ein Jahr in die Lüntenbeck.

Vor 700 Zuschauern auf der Sportanlage Löhrerlen sicherten sich die ersatzgeschwächten Füchse durch ein hart erkämpftes 1:0 im Finale gegen den Vorjahressieger SSV Sudberg den Sieg. Das Tor des Tages erzielte Neuzugang Michael Kluft mit einem Volleyschuss aus vollem Lauf. Es war das schönste seiner vier Turniertreffer, mit denen er maßgeblichen Anteil am Vohwinkeler Erfolg hatte.

Michael Kluft krönt Leistung
mit dem Tor des Tages

"Es ist ein geiles Gefühl. Bislang lief es bei mir noch nicht so rund, aber heute ist der Knoten geplatzt. Ich hoffe, das ist ein gutes Vorzeichen für die Saison", sagte der 24-Jährige, der sich nach dem Schlusspfiff vor Gratulanten kaum retten konnte. Sein Trainer Stefan Kobsch, der den etatmäßigen Coach Holger Gaißmayer vertrat, gestand: "Damit habe ich nicht gerechnet. Die Spieler hatten nicht einmal 24 Stunden Zeit sich von einem Testspiel in Remscheid zu erholen. Der Sieg war eine absolute Willensleistung."

Positiv überraschte auch der SC Sonnborn, der erst im Halbfinale gegen den späteren Sieger aus Vohwinkel knapp mit 1:2 unterlag. Trainer Clark Schworm fand aber trotzdem ein Haar in der Suppe: "Wir schaffen es einfach nicht, den nächsten Schritt zu machen. Nach dem sehr guten Spiel gegen den WSV haben wir gegen Vohwinkel ein ganz schwaches folgen lassen."

Sein Stürmer-Oldie Ralf Derkum, der mit bekannt rauer Stimme dirigierte und unermüdlich ackerte, war enttäuscht. "Zwei hochkarätige Chancen vergeben, einmal den Pfosten getroffen - ich hatte heute die Seuche", sagte der 42-Jährige, der nicht an sein Karriereende denken will: "Vor solchen Turnieren kann ich nachts kaum schlafen. Erst wenn das nicht mehr so sein sollte, höre ich auf."

Dramatik im Halbfinale
zwischen Sudberg und WSV

Die Siegerehrung nahmen Hans-Georg Roth, Geschäftsführer des Verlags W. Girardet, Bernhard Simon in Vertretung von Oberbürgermeister Peter Jung und Stefan Langerfeld, Vorsitzender des Fußballkreises, vor.

Rund sieben Stunden waren Pia Neutzer, Gernot Grebe, Florian Kötter und Sebastian Hempe im Einsatz. Die Spiele wurden jeweils von einem Gespann geleitet und verliefen dank der guten Leistung der Unparteiischen äußerst fair.

Der Rekordsieger Wuppertaler SV Borussia war nach dem dramatischen Ausscheiden im Halbfinale gegen den SSVSudberg bedient. Kurz vor Schluss hatte die Mannschaft von Zlatko Mustedanagic noch den Ausgleich durch Deniz Dogan kassiert und war dann im Elfmeterschießen gescheitert, obwohl Babacar M’Bengue bei seinem Elfer einen "Matchball" hatte. Doch der Schuss landete am Pfosten.

Als zudem Ali Daour verschoss, machte Sven Thun den Finaleinzug der Sudberger klar. "Wir mussten den Sack in der regulären Spielzeit zumachen", sagte Co.-Trainer Oliver Ebersbach, der zugeben musste: "Als klassenhöchster Verein wollten wir den Pokal natürlich gewinnen. Das Ausscheiden tut schon ein bisschen weh."

Enttäuscht war auch Alfonso del Cueto, Trainer des SSV Sudberg, der den Titel gerne verteidigt hätte. "Vohwinkel hatte am Ende mehr zuzulegen und hat deshalb auch verdient gesiegt. Ich gönne es den Jungs, da sie den GA-Pokal ja noch nie gewonnen haben. Im nächsten Jahr nehmen wir ihn aber wieder mit", sagte der Spanier angriffslustig.

Alles andere als enttäuscht waren Stefan Langerfeld, Vorsitzender des Fußballkreises Wuppertal/Niederberg, und Peter Schmitz, Vorsitzender des gastgebenden Vereins TSV Fortuna. Ihr Fazit: "Das war ein rundum gelungener Tag."

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