Union Roma entschuldigt sich für Vorfälle in der Uni-Halle.

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In der Uni-Halle ging es überwiegend fair zu.

In der Uni-Halle ging es überwiegend fair zu.

Andreas Fischer

In der Uni-Halle ging es überwiegend fair zu.

Wuppertal. Reichlich zerknirscht bat Ersan Krasnici, Mannschaftskapitän von Union Roma und Bruder des Vereinsvorsitzenden Redwan Krasnici, im Namen des Vereins um Entschuldigung für die Vorkommnisse nach dem mit 1:3 verlorenen Spiel gegen den FK Jugoslavija beim Qualifikationsturnier zur Teilnahme an der Fußball-Hallen-Stadtmeisterschaft am Samstag in der Uni-Halle (WZ berichtete). „Es tut uns leid, dass sich einige unserer Spieler nicht in der Gewalt hatten und für diesen Eklat gesorgt haben“, so Krasnici, der in Deutschland aufgewachsen ist und hier als Dolmetscher für Serbisch und Mazedonisch arbeitet.

Multikulti-Club hofft auf eine erneute Teilnahme im nächsten Jahr

„Es ist uns ganz wichtig, dass wir durch so etwas nicht plötzlich einen schlechten Ruf bekommen. Bei unseren Meisterschaftsspielen in der Kreisliga hat es bisher keine Probleme gegeben, und so soll es auch bleiben“, beteuert der ruhig und besonnen wirkende Roma-Spieler und weist darauf hin, dass sich der Club von zwei Aktiven, die maßgeblich an den Beschimpfungen, Drohungen und Rangeleien beteiligt waren, getrennt habe.

Dass der Multikulti-Club mit Spielern aus diversen Ländern (der Vereinsname ist vom vornehmlich in Osteuropa lebenden Volksstamm der Roma abgeleitet) aus politischen Gründen besondere Animositäten gegen den FK Jugoslavija hege, verweist Krasnici in den Bereich der Fabel. „Wir teilen uns mit dem FK Jugoslavija den Platz am Opphof und kommen bestens miteinander aus.“

Trotz der Entschuldigung weist Union Roma aber auch darauf hin, dass seitens der Ordner und der Security überreagiert und dadurch der Eklat erst angeheizt worden sei. „Trotzdem bedanken wir uns beim Ausrichter FSV Vohwinkel und dem Fußballkreis, dass wir dabei sein durften, und würden uns freuen, wenn wir auch beim nächsten Mal wieder teilnehmen könnten.“

Über einen Ausschluss des Vereins beim nächsten Turnier kann nur der Fußballkreis entscheiden. „Und nicht wir als veranstaltender Verein“, sagt Uwe Meurer, Pressesprecher und Organisator des FSV Vohwinkel. Er zog ein insgesamt positives Fazit der 26. Auflage der Stadtmeisterschaften. Dass es eine 27. gibt, ist noch nicht ausgemachte Sache. „Ob der FSV wieder als Veranstalter bereitsteht, muss der Vorstand entscheiden. Ich kann es mir aber gut vorstellen. Immer vorausgesetzt, es finden sich genügend Helfer“, sagt Meurer. Rund 180 Ehrenamtler packten in der Uni-Halle mit an. „Egal, wer es macht: Spätestens im Frühjahr müssen die Planungen anlaufen“, sagt Meurer im Hinblick auf die unsichere Hallensituation. fwb/tb

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