Jule Müller gehört zu den ambitioniertesten Fechterinnen in Wuppertal.

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Degenfechterin Jule Müller will zu den deutschen Meisterschaften.

Degenfechterin Jule Müller will zu den deutschen Meisterschaften.

gerhard Bartsch

Degenfechterin Jule Müller will zu den deutschen Meisterschaften.

Wuppertal. „En garde, prêt, allez.“ Das ist das Startzeichen für Jule Müller. Die 13-Jährige vom Wuppertaler Fechtclub ist eine von wenigen großen Nachwuchshoffnungen im Degenfechten. „Jule ist die jüngste Leistungsträgerin in Wuppertal und die Einzige, die in ihrem Alter schon sehr gut ist“, sagt ihr Trainer Paul Kakoschke-Schwietz.

Vor drei Jahren ist die Schülerin zum Fechtsport gekommen. Vorher ist sie geschwommen. „Nach einer Knieverletzung konnte ich nicht mehr schwimmen. Durch meine Mutter bin ich dann zum Fechten gekommen und es hat mir sofort Spaß gemacht“, sagt Jule Müller. Heute trainiert sie über acht Stunden verteilt auf vier Tage in der Woche an ihrer Beinarbeit, Technik, Kraft und Kondition.

179 Starter in drei Altersklassen bei der Degenfecht-Konkurrenz

Beim Schwebebahnpokal in der Uni-Halle misst sich das Nachwuchstalent mit Degenspezialisten aus ganz Deutschland und dem Ausland. 179 Starter sind gemeldet und fechten in drei Altersklassen gegeneinander.

Paüline Assmann ist mit ihrem Sohn Timothy (11) extra aus den Niederlanden für die veranstaltung angereist. „In Holland sind nicht so viele Turniere. Hier in Wuppertal ist es für meinen Sohn aber toll zu fechten“, sagt Assmann. Timothy ist in seiner Altersklasse die Nummer eins in den Niederlanden und hat dementsprechend hohe Erwartungen an sich selbst. „Ich bin hier, um zu gewinnen“, sagt der Elfjährige selbstbewusst.

Trainer Paul Kakoschke-Schwietz sieht Müller als Vorzeigeathletin

Das möchte auch Jule Müller. Doch für sie ist der Schwebebahnpokal nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu einem viel größeren Saisonziel. „Ich möchte zu den deutschen Meisterschaften“, sagt die Nachwuchsfechterin. Dass sie dafür gute Chancen hat, da ist sich ihre Trainingspartnerin Vanessa Axmann (16) sicher: „Die Jule ist schwer zu fechten. Sie ist technisch sauber, sehr talentiert und trainiert fleißig. Sie hat einfach den nötigen Biss.“

Auch ihr Trainer gerät über seinen Schützling ins Schwärmen. „Sie ist aktiv und diszipliniert. Eine Vorzeigeathletin“, sagt Kakoschke-Schwietz.

Beim nächsten offiziellen Qualifikationsturnier kommende Woche in Solingen hat Jule Müller die Möglichkeit, ihrem Traum ein großes Stück näher zu kommen. „Eine Platzierung zwischen sechs und acht ist das Ziel“, gibt ihr Trainer als Devise vor. Um Jule zu forden, kämpfte sie in der Uni-Halle durchweg gegen ältere Kontrahenten. „Sie hat sich gut gehalten. Ich bin sehr zufrieden mit ihr“, so Kakoschke-Schwietz.

Der Qualifikation für die deutschen Meisterschaften sollte für Jule Müller nichts mehr im Wege stehen.

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