Nationalmannschaftläuferin Hanna Klein setzt dem 45. Wald- und Crosslauf des LC Wuppertal das Glanzlicht auf. Insgesamt 260 Starter.

Nationalmannschaftläuferin Hanna Klein setzt dem 45. Wald- und Crosslauf des LC Wuppertal das Glanzlicht auf. Insgesamt 260 Starter.
Auf der Strecke durch den spätherbstlichen Wald am Freudenberg hängte WM-Teilnehmerin Hanna Klein (in Rot) auch alle Männer deutlich ab. Die Anstrengung ist ihr nicht anzusehen.

Auf der Strecke durch den spätherbstlichen Wald am Freudenberg hängte WM-Teilnehmerin Hanna Klein (in Rot) auch alle Männer deutlich ab. Die Anstrengung ist ihr nicht anzusehen.

Anna Schwartz

Auf der Strecke durch den spätherbstlichen Wald am Freudenberg hängte WM-Teilnehmerin Hanna Klein (in Rot) auch alle Männer deutlich ab. Die Anstrengung ist ihr nicht anzusehen.

Ein bisschen vom Glanz der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London strahlte am Samstag auf den vom LC Wuppertal ausgerichteten 45. Wald- und Crosslauf „Rund um den Freudenberg“. Und zwar in der eher zierlichen Gestalt der 24 Jahre alten Hanna Klein (SG Schorndorf). Sie hatte nämlich in London das WM-Finale über 1500 Meter erreicht. Und was sie so drauf hat, das zeigte die in Köln studierende Psychologiestudentin vom Start des Waldlaufes über fünf Runden zu je 1910 Meter weg. Leichtfüßig schwebte sie geradezu der weiblichen und männlichen Konkurrenz davon und gewann in 34:38 Minuten zweieinhalb Minuten vor dem Zweitplatzierten. Sie hatte sich sogar in der Schlussrunde noch einmal gesteigert und damit auch die Siegerzeit aus dem Vorjahr des diesmal nicht gestarteten Ewout Hilferink von 36:59 klar unterboten.

Kaderathleten schätzen die anspruchsvolle Strecke

„Die Zeit ist egal. Das ist heute für die Hanna nur Training, und Strecke und kalte Witterung (schwankte zwischen vier und fünf Grad, d. Red) dienen nur der Härte“, meinte Bundestrainer Sebastian Weiß und sah zufrieden, dass sein Schützling gleichermaßen Widerstandskraft und Leistung gezeigt hatte. „Ich kannte die Strecke nicht. Die ist wegen der Waldwege und des abschüssigen Geländes nicht ohne“, deutete die strahlende Siegerin an, dass sie sogar ein wenig vorsichtig gelaufen war. Apropos Härte: Da konnte man über Tobias Ryschka (Sportfreunde Ennepetal) und seinen Vereinskameraden nur staunen. Beide waren nämlich im ärmellosen Lauftrikot und selbstverständlich in kurzer Turnhose unterwegs. „Kalt ist mir nur vor und nach dem Lauf“, meinte der Zwölfte des Crosslaufes über 6200 Meter. „Mehr habe ich auch nicht an, wenn fünf Grad minus sind. Aber beim Laufen friere ich an den Händen.“ Ryschka zeigte auf seine Wollhandschuhe. Klarer Sieger in dieser Konkurrenz wurde Björn Lischka von Bayer Leverkusen, der nach einer Runde alle abgehängt hatte und nach 21:31 Minuten absolut frisch wirkte. „Das war heute ein gutes Training für mich“, meinte der Spezialist für die Strecken zwischen 1500 und 5000 Meter.

Wer nicht genug bekam, lief Cross und Staffel

Bei den Frauen, die nur zwei Runden zu absolvieren hatten, setzte sich wieder die Vorjahressiegerin Felicitas Vielhaber (Tusem Essen) durch, die ihre Vorjahreszeit von 16:56 mit 16:40 deutlich unterbot. Vielleicht hatte sie sich auch deshalb so beeilt, um schnell wieder zu dem Kinderwagen zu kommen, in dem ihre beiden Sprösslinge geduldig auf die Mama warteten. „Mein Mann steht in unmittelbarer Nähe“, versicherte die drahtige Athletin, die später in der Vereinsstaffel beim Waldlauf noch zweimal auf die Strecke ging. „Manche können einfach nicht genug bekommen“, schmunzelte Sprecher Chris Anger, der die Zuschauer per Mikrofon fachkundig informierte und die Aktiven immer wieder anspornte. „Bei dir geht doch noch was, sonst könntest du nicht so lächeln“ rief er einem Läufer zu und mahnte: „Ab 16 Uhr soll es regnen, also lauft mal ein bisschen zügiger.“ Anger sparte aber auch nicht mit Beifall für die den Temperaturen trotzenden Teilnehmer. Rund 260 waren es. „Wir hatten heute rund 50 Nachmeldungen“, berichtete Martin Blunck von der Meldestelle des einmal mehr vorbildlichen Ausrichters LC Wuppertal. Und Friedhelm Garze, der Vereinsvorsitzende, zeigte sich ebenso wie Geschäftsführer Norbert Korte zufrieden mit dem Wettbewerb, bei dem die Jüngsten im Stadionlauf über 500 Meter ebenso mit Begeisterung dabei waren wie die Aktiven der Ü 50- und Ü-60-Generation.

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