BTV-Herren erwarten am Samstag um 18 Uhr Tabellenführer DT Ronsdorf.

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500 Zuschauer sahen vor gut einem Jahr das Derby BTV gegen DT, damals noch in der Oberliga. Auf eine ähnliche Kulisse hofft der BTV am Samstag auch im Regionalliga-Duell – und auf ein besseres Ergebnis.

500 Zuschauer sahen vor gut einem Jahr das Derby BTV gegen DT, damals noch in der Oberliga. Auf eine ähnliche Kulisse hofft der BTV am Samstag auch im Regionalliga-Duell – und auf ein besseres Ergebnis.

Uwe Schinkel

500 Zuschauer sahen vor gut einem Jahr das Derby BTV gegen DT, damals noch in der Oberliga. Auf eine ähnliche Kulisse hofft der BTV am Samstag auch im Regionalliga-Duell – und auf ein besseres Ergebnis.

Wuppertal. In Heckinghausen steigt das Basketball-Fieber: Nachdem die Regionalliga-Damen des Barmer TV im Dezember beim Derby-Debüt gegen den Vohwinkeler STV mit fast 300 Zuschauern die Vorlage geliefert haben, soll die Heckinghauser Halle am kommenden Samstag zum Regionalliga-Ortskampf der BTV-Herren gegen die DT Baskets Ronsdorf gänzlich voll werden.

Sogar Zusatztribünen werden für das Duell Tabellenführer gegen Zweiter aufgebaut. Bei einem Sieg könnten die Barmer die Spitze von den favorisierten Ronsdorfern erobern. Im vergangenen Jahr gab es das Duell noch in der Oberliga, wobei beide Male die Ronsdorfer die Oberhand behielten. Als damaliger Meister spielt die topbesetzte Mannschaft um Spielertrainer und Ex-Nationalspieler Gordon Geib auch in der höheren Spielklasse erwartungsgemäß wieder eine Spitzenrolle.

BTV-Herren bisher sensationell auf Platz zwei

Überraschender ist das bisher gute Abschneiden der Barmer. Die hatten sich vor der Saison eigentlich nur den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt, haben nach zehn Spielen aber bereits sieben Siege auf ihrem Konto.

„Unser Ziel bleibt, erst einmal zehn Siege einzufahren, die zum Klassenerhalt reichen müssten“, danach sehen wir weiter, sagte BTV-Trainer Joachim Wein und bezeichnet seine Mannschaft als klaren Außenseiter.

„Ich denke, wenn der Zweite gegen den Ersten spielt und das vor eigenem Publikum, dann ist immer alles drin“, will Gordon Geib das beliebte Spielchen „David gegen Goliath“ nicht mitmachen. Seine Attraktivität beziehe das Duell zudem weniger aus der Tabellenkonstellation, als vor allem aus der stadtinternen Rivalität. „Wir freuen uns schon auf die tolle Stimmung, die uns erwartet“, sagt Geib.

Die jüngsten Duelle gingen an die routinierten Ronsdorfer

Wie der BTV, der, wie berichtet, Flügelspieler Jonathan Arnold neu hinzubekommen hat, gibt es auch bei der DT Ronsdorf einen Winterneuzugang. Der ehemalige Essener (ETB) Stephan Reinholdt soll mit seinen 2,11 Meter Körpergröße die DT unter dem Brett noch stärker machen. Der Kontakt kam bei einem Krankenhausaufenthalt von Trainer Michal Twarog zustande, der dabei mit dem dort praktizierenden Arzt Reinholdt ins Gespräch kam.

Wie gut die in Heckinghausen sein kann, hatten seine Spieler bereits vor gut einem Jahr erlebt und davon gegen nach der Halbzeit regelrecht blockierte Hausherren beim 71:56 (23:34) eher profitiert. „Wir versuchen, uns auf unser Spiel zu konzentrieren, wenn wir das durchziehen können, bin ich sehr optimistisch“, sieht der Ronsdorfer Spielertrainer die spielerischen Vorteile auf seiner Seite.

Optimistisch ist er vor allem deshalb, weil er wieder alle Mann an Bord hat, auch Zuri Williams, der zuletzt beruflich verhindert war oder den verletzten Gordan Stanic. Das erste Spiel gegen seinen alten Verein BTV ist es für Michael Hagedorn, der in Ronsdorf bereits eine gute Rolle spielt. Geib: „Wir können jetzt wieder die große Rotation spielen und aggressiver verteidigen. Zuletzt haben wir uns aufgrund der Personalsituation ein wenig darum herumdrücken müssen und deshalb nicht überzeugt.“

Aggressiv verteidigen und dann schnell nach vorne spielen, das ist aber eigentlich auch das Spiel der Gastgeber, die sich in dieser Saison immer besser gefunden haben. Durch den langen Neuzugang Christoph Venderbosch hat Trainer Wein dazu auch unter dem Korb noch neue Optionen erhalten. Bisher überzeugte das Team aber vor allem durch seine Homogenität.

„Dass es ein solches Duell auch in der Regionalliga gibt, ist generell schon einmal ein gutes Zeichen für den Basketball in der Stadt“, sieht Gordon Geib eine erfreuliche Entwicklung, merkt aber an: „Allerdings ist es dann noch einmal ein riesiger Schritt bis zur Pro B (2. Liga). So weit sehe ich noch keinen Verein in Wuppertal. Zunächst käme ohnehin die 1. Regionalliga. Mit dem Thema möglicher Aufstieg will er sich vorerst aber noch nicht beschäftigen.

Geib: „Dazu ist die Konstellation an der Spitze derzeit viel zu eng.“ Und das liegt auch an den erfreulichen Fortschritten des BTV. Es ist angerichtet für ein heißes Derby.

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