Das Drag-Attack-Team gewinnt in Rostock die Deutsche Meisterschaft.

drachenboot-sport
Trommlerin Nathalie von der Twer (li.) feuerte erfolgreich ihre Mannschaft an.

Trommlerin Nathalie von der Twer (li.) feuerte erfolgreich ihre Mannschaft an.

Maik Nehring

Trommlerin Nathalie von der Twer (li.) feuerte erfolgreich ihre Mannschaft an.

Wuppertal. Jubel bei den Wuppertaler Drag Attacks: Das Drachenboot-Team vom Beyenburger Stausse holte bei den 3. Deutschen Meisterschaften auf der Unterwarnow in Rostock den Titel auf der Langstrecke.

Damit wiederholten die Drag Attacks ihren Titelgewinn von 2010, im vergangenen Jahr nahmen sie nicht teil. Dauerrivale Hannover Allsports Team nutzte die Abwesenheit zum Erfolg.

In Rostock kam es nunmehr zum Showdown zwischen den beiden dominierenden Teams aus Deutschland. Teamkapitän und Trainer Matthias Kaja hatte bereits im Herbst mit der Planung des Wettkampfes begonnen, sollte der Titel doch zurück nach Wuppertal.

Verschiedene Wassertiefen und Wellen lassen keinen Rhythmus zu

Die Wuppertaler starteten als achtes Boot in das Einzelzeitfahren über die Zwölf-Kilometer-Distanz. Zwischen den Booten wurden jeweils 30 Sekunden Zeitabstand gelassen. Der Rivale aus Hannover ging 1:30 Minuten später auf den Kurs.

Nach einem explosiven Start mit einer Höchstgeschwindigkeit von 18,5 Stundenkilometern versuchte das Team, die Frequenz so hoch wie möglich zu halten. Aufgrund verschiedener Wassertiefen und des welligen Wassers fanden die Drag Attacks aber während der gesamtem Fahrt nicht einen einheitlichen Rennrhythmus, so das schnell klar war, dass es „heute nur über den Kampf geht“, so Kaya.

Nathalie von der Twer (Trommel), Udo Krämer (Steuer), Carsten Raeder, Matthias Kaja, Benny Paries, Andree Hillebrecht, Dennis Möller, Jonas Becker, Claudia Raeder, Esther Paulus, Thomas Wiechers, Ulrich Fahlbusch, Marbod Lemke, Kai Kuhlmeyer, Tina Kaja, Britta Köster, Cindy Gebhardt, Julia Wingender, Cora-Maj Märker-Neuhaus, Sonja Krause, Timo Schygulla und Martin Linek.

Dieser Kampf wurde vom Team exzellent angenommen, und unter der Anfeuerung von Trommlerin Nathalie von der Twer konnte bereits nach 2,5 Kilometern das erste vorausgestartete Boot eingeholt werden. Nach vier Kilometern war der Vorjahresdritte, die „Roten Drachen“ aus Mülheim, eingeholt.

Nach der Zieldurchfahrt brechen die aufregendsten Sekunden an

Nach der letzten Wende konnten die Wuppertaler für die finalen drei Kilometer bis ins Ziel noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Das Ziel erreichten sie als zweites Boot, sechs Konkurrenten wurden überholt – ein enormer Kraftakt. Nachdem alle Paddler körperlich am Ende waren, brachen die wohl aufregendsten Sekunden des Wettkampfes an.

Bei der Überquerung der Ziellinie hatte ein Teammitglied die Stoppuhr gestartet. Die Sekunden liefen runter und das Team aus Hannover, nach dem Rennverlauf der einzige Konkurrent um den Titel, näherte sich der Ziellinie. Doch nach 1:30 Minuten waren die Niedersachsen nicht im Ziel. Das Wuppertaler Boot hatte gewonnen, Jubelstürme im Boot brachen aus und die Sportler fielen sich in die Arme, als Hannover die Ziellinie überquerte.

Drag Attacks unterstreichen ihre Vormachtstellung auf Langdistanz

Mit diesem Sieg behalten die Drag Attacks weiter ihre weiße Weste auf der Langstrecke und haben ihre Vormachtstellung unterstrichen. Nach Meinung des Trainers gehören „die Drachenboot Mädels und Jungs aus dem Tal locker zu den fünf besten Teams auf der Langstrecke weltweit.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer