Mehr als 1700 Teilnehmer begrüßte der LC Wuppertal am Samstag bei der 45. Auflage an der Ronsdorfer Blutfinke.

Hinten nicht drängeln: Beim Fünf-Kilometer-Lauf herrschte der größte Andrang. Allein dabei gab es gut 350 Starter.
Hinten nicht drängeln: Beim Fünf-Kilometer-Lauf herrschte der größte Andrang. Allein dabei gab es gut 350 Starter.

Hinten nicht drängeln: Beim Fünf-Kilometer-Lauf herrschte der größte Andrang. Allein dabei gab es gut 350 Starter.

Mathias Kehren

Hinten nicht drängeln: Beim Fünf-Kilometer-Lauf herrschte der größte Andrang. Allein dabei gab es gut 350 Starter.

Ronsdorf. Auch der 45. Volkslauf des LC Wuppertal hat seinem Namen am Samstag alle Ehre gemacht. Mehr als 1700 Teilnehmer starteten bei wunderbarem Spätsommerwetter auf die anspruchsvollen Strecken rund um die Erich-Fried-Gesamtschule und die Talsperre in Ronsdorf. Fröhliche Stimmung, Schultransparente, Hüpfburg, langes Kuchenbüffet und Eltern und Lehrer, die manchmal aufgeregter waren als der Nachwuchs, dem sie gute Ratschläge mit auf den Weg gaben, ergaben zusammen mit der sachkundigen Moderation von Oliver Witzke und Ulrich Obodzinski wie immer einen Mix mit Erlebnischarakter.

Schüler laufen für eine gute Sportnote

Kaum zu glauben, dass es etwas weniger Teilnehmer waren als in den Vorjahren. Das führte LCW-Chef Nobert Korte auf die Nähe zu den Sommerferien zurück, was die Anmeldung für die Schulen etwas kurzfristig gemacht habe. Wer in Ronsdorf einmal dabei war – und die meisten sind Wiederholungstäter – weiß, dass die Schülerläufe das Rückgrat der Traditionsveranstaltung bilden, seit 1973 vom Carl-Duisberg Gymnasium der Anstoß kam, den Lauf mit einem Schülerwettbewerb zu verbinden.

Kein Wunder, dass das CDG erneut die meisten Teilnehmer geschickt hatte, zu erkennen an der blau-weißen „Kriegsbemalung“. Aber auch andere Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen und Grundschulen waren reichlich vertreten, die Gesamtschule Else-Lasker Schüler hatte die Klassen fünf und sechs sogar zur Teilnahme „verpflichtet“.

Schöne Natur und knackige Anstiege

Hatten Groß und Klein das übliche Gedränge am Start einmal hinter sich gelassen und nicht zu viel Luft bei Entschuldigungen für kaum zu vermeidende kleine Rempler verbraucht, nahm sie die herrliche Natur in den Wäldern rund um die Ronsdorfer Talsperre gefangen. Freundliche Helfer des LCW (70 waren im Einsatz) wiesen an jeder Abzweigung den richtigen Weg und von dem einen oder anderen Wanderer gab es sogar aufmunternden Applaus. Aber Vorsicht! Wer auf der Fünf- und der Zehn-Kilometer-Strecke anfangs bergab zu sehr auf das Tempo gedrückt hatte, musste spätestens nach Passieren der Staumauer büßen. Schon am ersten noch sachten Anstieg gab es schwere Beine und die ersten „Steher“ – und danach ging es fast nur noch bergauf.

Sich die Kräfte richtig einzuteilen ist eine Kunst, die nicht jeder Gelegenheitsläufer so beherrschen kann wie die Laufprofis. 10-Kilometer-Sieger David Koll vom Tri-Club etwa war zwei Tage zuvor noch einen Halbmarathon gelaufen, WSV-Schülerin Alina Kipker, hatte an ihren Schülerlauf über 2,1 Kilometer eine Stunde später gleich noch die Fünf-Kilometer-Schleife angehängt – und war schnellste aller Starterinnen.

1598 Läufer kamen ins Ziel, 86 gingen auf die Wanderstrecke, 30 Kinder nahmen die 150 Meter beim Bambinilauf in Angriff.

Mit 350 Läufern gab es über die fünf Kilometer das größte Starterfeld. Der Lauf wurde von AOK-Regionaldirektor Hans Baum gestartet. Die AOK gehörte mit der Sparkasse und dem Sportamt wieder zu den Unterstützern.

Exakt 72 Kuchen hatten die Ehrenamtlichen des LCW gebacken. Teilnehmer und Besucher konnten sich außerdem am Erfrischungsstand der AOK und am Grill stärken.

Ältester Läufer war Richard Schmelter (ATV) mit 83 Jahren. Als größte Gruppe wurde die Familie Wehr ausgezeichnet, Papa Hansi und Mama Joana hatten die Töchter Sarah und Nadine im Schlepptau. Die wohl meisten Teilnahmen hat Hans-Gerd Spillekothen aufzuweisen, der nur den Lauf 1971 verpasste. Er arbeitet an einem Buch zur Geschichte des Volkslaufs.

„Es ist dieses Nebeneinander von Klein und Groß, Alt und Jung, starken und weniger geübten Läufern, die einfach Spaß machen“, fasste der Zweite über zehn Kilometer, Marc Walter, für den Reiz zusammen, den der Volkslauf seit Jahren auf ihn ausübt. Und dann lobte er er noch die Organisatoren. „Die LCWler machen das so rührig, das ist einfach nur sympathisch.“

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