Bei den Deutschen Meisterschaften im Schwimmen siegt Christian vom Lehn über 100 m Brust. Mit 59,47 sec. bleibt er erstmals unter der Minuten-Marke.

Christian vom Lehn übertraf im DM-Finale über 100 m Brust alle Erwartungen – wohl auch die eigenen. Entsprechend fiel sein Jubel über die Meisterschaft aus.
Christian vom Lehn übertraf im DM-Finale über 100 m Brust alle Erwartungen – wohl auch die eigenen. Entsprechend fiel sein Jubel über die Meisterschaft aus.

Christian vom Lehn übertraf im DM-Finale über 100 m Brust alle Erwartungen – wohl auch die eigenen. Entsprechend fiel sein Jubel über die Meisterschaft aus.

dpa

Christian vom Lehn übertraf im DM-Finale über 100 m Brust alle Erwartungen – wohl auch die eigenen. Entsprechend fiel sein Jubel über die Meisterschaft aus.

Wuppertal. Der Auftakt der 129. Deutschen Meisterschaften im Schwimmen in Berlin verlief für die SG Bayer überaus erfolgreich. Am ersten Wettkampftag am Donnerstag holte das siebenköpfige Team durch Christian vom Lehn, der in 59,47 Sekunden über 100 Meter Brust gewann, gleich eine Goldmedaille. Der 25-Jährige schwamm erstmals unter einer Minute und verbesserte seine bisherige persönliche Bestzeit um eine Sekunde.

Im Ziel lag vom Lehn deutlich vor dem Nürnberger Fabian Schwingenschlögl, der in 1:00,47 Minuten anschlug. Die Bronzemedaille ging in 1.00,56 Minuten an den Weltmeister über 200 m Brust, Marco Koch vom DSW Darmstadt. Christian vom Lehn war mit der zweitschnellsten Vorlaufzeit von 1:00,44 Minuten in das Finale eingezogen, in dem er ein perfektes Rennen schwamm. Von Beginn an lag der 25-Jährige in Führung, die bis zum Zielanschlag nie in Gefahr geriet.

„Der wurde auf den letzten 20 Metern gar nicht langsamer“, schwärmte auf der Tribüne Bayer-Abteilungsleiterin Simone Osygus. „Das war heute ein überragendes Rennen. Nach dem Vorlauf hätte ich nicht gedacht, dass ich im Finale so schnell schwimmen kann und mich um fast eine Sekunde steigern würde. Ich bin relativ schnell angegangen. Bei der Wende habe ich gesehen, dass ich vorne lag und dann habe ich auf den letzten 50 Metern noch einmal alles gegeben. Das hat dann gepasst“, analysierte Christian vom Lehn seinen Wettkampf.

Die Qualifikationszeit für die Weltmeisterschaften vom 14. bis 30. Juli in Budapest/Ungarn von 59,45 Sekunden verfehlte er zwar um zwei winzige Hundertstelsekunden, er geht aber trotzdem davon aus, dass er vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) allein schon im Hinblick auf die Lagenstaffel nominiert wird.

So sieht das auch sein Trainer Michael Bryja. „Mit seiner heutigen Siegerzeit ist er Achter der derzeitigen Weltrangliste, da müsste es schon sehr böse zugehen, wenn ihn der DSV nicht mit nach Budapest nimmt. Da wird auch Bundestrainer Henning Lambertz sicher nichts anbrennen lassen“, so Michael Bryja.

Heute startet Christian vom Lehn über 50 m Brust und am morgigen Schlusstag stehen die 200 m Brust auf seinem Programm. Nach der überragenden Leistung über die 100 m winken dem Elberfelder auch hier Medaillen, wobei beim Sprint über 50 Meter allerdings vom optimalen Start bis zum perfekten Anschlag alles passen muss.

Fynn Minuth landet auf dem undankbaren 4. Platz

Mit Fynn Minuth stand am Eröffnungstag in Berlin ein weiterer Schwimmer der SG Bayer in einem A-Finale. Der 20-jährige USA-Student hatte sich mit der fünftschnellsten Vorlaufzeit von 3:51,00 Minuten für den Endlauf qualifiziert. Seine bisherige Bestzeit verbesserte er um mehr als drei Sekunden. Das machte Hoffnung auf das Finale. Hier konnte er sich leider nicht mehr steigern und belegte in 3:52,53 Minuten den undankbaren vierten Platz. Deutscher Meister wurde in 3:47,49 Minuten Poul Zellmann von der SG Essen. „Die Zeit im Finale hätte ruhig etwas schneller sein können“, ärgerte sich Fynn Minuth.

Den erfreulichen Auftakt der Titelkämpfe aus Sicht der SG Bayer vervollständigten Jan Delkeskamp und Thierry Jattke, die beide in ein B-Finale einzogen. Delkeskamp belegte hier über 100 m Brust Platz drei in 1:03,09 Minuten und wurde damit Elfter der Titelkämpfe. Jattke wurde im kleinen Finale über 50 m Schmetterling in 25,27 Minuten Achter.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer