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Am Samstag will der WSV gegen Lippstadt ebenso jubeln können wie gegen Lohberg.

Am Samstag will der WSV gegen Lippstadt ebenso jubeln können wie gegen Lohberg.

Kurt Keil

Am Samstag will der WSV gegen Lippstadt ebenso jubeln können wie gegen Lohberg.

Schon nach fünf Minuten hatte es im Pokalspiel des WSV gegen Bezirksligist Lohberg 2:0 für den WSV gestanden, nach dem Abpfiff waren es 13 Treffer für Rot-Blau, bei den Gästen stand die Null. Dennoch lief bei diesem Kantersieg gegen eine unterklassige Mannschaft nicht alles rund, sagt Trainer Christian Britscho: „In der ersten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir unsere Torchancen konsequent genutzt haben. In der zweiten Hälfte haben wir dann aber vier oder auch fünf Möglichkeiten liegen lassen, da sah man, dass auch andere Dinge nicht funktioniert haben.“

Kramer und Bednarski sind auch eine Option für den Ligabetrieb

Und wer weiß, hätte RWE den WSV nicht am Sonntag mit einem 1:5 nach Hause geschickt, wäre der Torhunger der Mannschaft vielleicht bereits nach einer 5:0-Führung gestillt gewesen. „Wir hätten dadurch auch Körner sparen können. Das wollte aber die Mannschaft nicht, und das ist auch gut so“, ordnet der Cheftrainer die Leistung seines Teams ein.

Die beiden Angreifer Christopher Kramer und Kamil Bednarski hatten erstmals gemeinsam in einem Pflichtspiel in der Anfangsformation gestanden. „Wenn man zwei so torgefährliche Spieler im Kader hat, muss man sehen, dass man sie punktuell länger oder auch das komplette Spiel zusammen auf dem Platz hat. Das wollten wir im Pokal noch einmal testen“, sagt Britscho, für den diese Variante auch eine Option für die Meisterschaft ist.

Ebenfalls von Beginn an auf dem Feld war der langzeitverletzte Kevin Hagemann. Von Minute zu Minute und mit jeder gelungenen Aktion stellten sich bei dem wieselflinken WSV-Vorbereiter die für ihn typischen Abläufe und Qualitäten wieder ein.

Damit er noch mehr Selbstvertrauen tanken und sich mental von der Angst vor einer erneuten Verletzung lösen kann, soll in den kommenden Wochen verstärkt im Training Elf gegen Elf gespielt werden. Und auch Freundschaftsspiele sind geplant, verriet Britscho.

Gegen Lippstadt ist Hagemann also vermutlich keine Option von Beginn an. Den Aufsteiger schätzt Britscho als sehr spielstark ein. „Gegen Rödinghausen hatte Lippstadt, wenn ich mich recht erinnere, 65 Prozent Ballbesitz. Das ist ein unglaublicher Wert. Es werden am Samstag zwei Mannschaften auf dem Platz stehen, die beide das Spiel gestalten wollen“, freut sich Britscho auf eine packende und interessante Partie am Samstag im Stadion am Zoo. Denn noch ist die von vielen Fans als Schmach empfundene Niederlage an der Hafenstraße auch von der Mannschaft nicht gänzlich verdaut.

Die Fehler aus dem Derby sollen nicht wiederholt werden. Intensiv hatte sich das Trainerduo Britscho/Bieler gemeinsam mit WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler in der Videoanalyse vor allem mit der ersten Halbzeit beschäftigt. „Wir haben lange mit der Mannschaft zusammen gesessen, haben besprochen, wie wir Fehler, die gemacht worden sind, in Zukunft vermeiden können. Das sind wir auch jedem schuldig, das zu tun“, fasste Bölstler die Ergebnisse zusammen. „Bei jedem Spieler herrschte erst einmal viel Enttäuschung und Wut über die eigene Leistung und die eigenen Fehler“, bestätigt Co-Trainer Pascal Bieler.

Gegen Lippstadt will jeder einzelne WSV-Akteur weiter Wiedergutmachung für das verlorene Derby leisten. Die 13 Pokaltore sollen da nur der Anfang gewesen sein. Nicht dabei helfen können werden Len Heinson und Daniel Grebe. Auch wenn sie in dieser Woche erstmals wieder vollumfänglich mittrainiert haben.

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